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Schriftsteller Arno Surminski stellte neues Werk in der Bezirksregierung vor

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Die Projektleiterin des Schülerwettbewerbs "Begegnung mit Osteuropa", Sonja Wissing (rechts), begrüßt den Autor Arno Surminski (links) bei der Projektgruppensitzung.

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Münster. Der erfolgreiche Schriftsteller Arno Surminski hat heute (21. Oktober) sein neues Werk "Die Vogelwelt von Auschwitz" den Projektentwicklern des Schülerwettbewerbs "Begegnung mit Osteuropa" in der Bezirksregierung Münster vorgestellt. Die Novelle ist literarisches Thema im kommenden Wettbewerb 2010, der im Mai 2009 beginnt. Eugen Schneider, Leitender Regierungsdirektor bei der Bezirksregierung, begrüßte den Autor und die Teilnehmer.

Die Bezirksregierung Münster leitet den von der Kulturabteilung des Ministerpräsidenten des Landes Nordrhein-Westfalen herausgegebenen Wettbewerb. Er richtet sich an alle Schülerinnen und Schüler aus NRW und Osteuropa. Bereits 2,3 Millionen Teilnehmer reichten in den letzten 55 Jahren 850.000 Beiträge ein. "Begegnung mit Osteuropa" gehört heute zu den bedeutendsten Wettbewerben der politischen Bildung.

"Um Böses zu tun, muss der Mensch es zu allererst als Gutes begreifen." Mit diesem Zitat des russischen Schriftstellers Alexander Solschenizyn leitet Arno Surminski seine Novelle "Die Vogelwelt von Auschwitz" ein. Die Novelle beruht auf einer realen Begebenheit. Der Titel ist dem Aufsatz eines Vogelkundlers entlehnt, der während des Zweiten Weltkriegs als SS-Wachmann im Konzentrationslager Auschwitz war.

Die Novelle handelt von der Begegnung des KZ-Wachmanns Hans Grote mit dem Lagerhäftling Marek Rogalski. Als Marek zum Skizzenmaler für den KZ-Wachmann Hans Grote bestimmt wird, um ihm bei der Erkundung der Vogelwelt des Lagers zu assistieren, glaubt er sich bald in Freiheit, bei seiner Verlobten Elisa in Krakau. Er irrt.

Um zu überleben, wird er lernen müssen, klein zu denken: zeichnen, tote Tiere präparieren, nicht über die Weichsel schwimmen. Den Gestank der Krematorien riechen, die Wiegenlieder der Frauen auf dem Weg in die Kammern hören, keine Fragen stellen, Geduld haben. Und vor allem: niemals krank werden.

Das Grauen des Vernichtungslagers und die erwachende Natur im Frühling stehen in der Erzählung in erschreckendem Kontrast. Grote kann keinem Vogel etwas zuleide tun, das Töten von Menschen sieht er aber nicht, will es nicht sehen. Arno Surminski zeichnet ein erschütterndes Psychogramm zweier Männer, die sich vor dem unvorstellbaren Grauen des Vernichtungslagers in eine Scheinidylle flüchten.

Der 1934 in Jäglack (Ostpreußen) geboren, heute in Hamburg lebende Arno Surminski, arbeitet seit 1972 freiberuflich als Wirtschaftsjournalist und Schriftsteller. Er hat zahlreiche Romane und Erzählbände veröffentlicht, darunter die Bestseller "Jokehnen", "Sommer vierundvierzig" und die Erzählbände "Aus dem Nest gefallen", "Die Kinder von Moorhusen" und "Die masurischen Könige". Einige seine Werke wurden verfilmt. Für sein literarisches Werk ist Surminski mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet worden. Zuletzt wurde Surminski mit dem "Hannelore-Greve-Literaturpreis-2008" in Hamburg geehrt.

Weitere Informationen erhalten Sie im Internet unter:

http://www.schuelerwettbewerb.eu

21.10.2008

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