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Regierungspräsident überreicht Bundesverdienstkreuz an Heinrich Fischer
Heinrich Fischer (Mitte) freut sich mit Ehefrau Doris (links) über das Bundesverdienstkreuz, das ihm von Regierungspräsident Dr. Peter Paziorek (rechts) überreicht wurde.
Der 1937 in Aschendorf geborene Fischer war bis zu seiner Pensionierung im Jahre 2000 hauptberuflich als Lehrer tätig. Seit 1976 war er Schulleiter an der Ewaldischule in Laer und seit 1991 an der Bruckhoff-Grundschule in Emsdetten. Nebenbei engagiert er sich in herausragender Weise im Bereich der Kulturförderung und Musik und setzt sich für Kinder in Not in aller Welt ein.
Heinrich Fischer gründete 1979 in Zusammenarbeit mit Erich Robert Sorge den Laerer Madrigalchor. 19 Jahre lang war er Vorsitzender des Chores. Noch heute, als Ehrenvorsitzender, animiert Fischer den Chor immer wieder zur größten Einsatzbereitschaft bei den jährlich stattfindenden Laerer Pfingstkonzerten. Diese sind wegen ihrer musikalischen Qualität in der ganzen Region sehr gefragt. Auch die eng gepflegten Beziehungen zu dem russischen Staatssinfonieorchester Kaliningrad wären ohne die von ihm organisierten und durchgeführten Konzertreisen nach Kaliningrad nicht so vertieft worden.
Ständig ist Fischer bemüht, die Finanzierung der Laerer Pfingstkonzerte zu sichern, auch durch seine intensive Mitarbeit bei dem 1992 gegründeten Förderkreis Laerer Pfingstkonzerte e.V. Der Förderkreis hat sich zur Aufgabe gemacht, die Tradition der jährlichen Pfingstkonzerte fortzusetzen.
Im Jahr 2004 wurde die Laerer Kulturstiftung gegründet. Wieder trug Heinrich Fischer wesentlich dazu bei, gegen viele Widerstände die finanziellen Mittel zu beschaffen, um Kunst- und Musikinteressierten eine Anlaufstelle zu geben und Kunst und Kultur – insbesondere die Pfingstkonzerte – zu fördern.
Neben seinem außergewöhnlichen Einsatz für die Kultur ist Fischer auch seit vielen Jahren stellvertretender Vorsitzender der Aktion Kinderhilfe Münster e.V. Die Organisation arbeitet in verschiedenen Ländern Afrikas, Asiens und Lateinamerikas zum Wohle der Kinder und Jugendlichen und sorgt für ihre Ausbildung. Heinrich Fischer stellt nicht nur sein Haus für Besucher aus den Entwicklungsländern zur Verfügung sondern kümmert sich bei selbst finanzierten Gegenbesuchen auch um die Nöte der Familien, speziell der Kinder.
19.11.2008

