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"Heiliges Meer – Heupen" von Bezirksregierung erneut als Naturschutzgebiet ausgewiesen
Das knapp 260 Hektar große Areal ist ein sehr strukturreiches Gebiet mit naturnahen, unterschiedlich alten Erdfallseen, -weihern und–tümpeln mit verschiedenem Nährstoffangebot, wie es landesweit einmalig zu finden ist. Um die Gewässer herum befinden sich Bruchwald, große Feuchtgrünlandgebiete, Feucht- und Trockenheide sowie Sandtrockenrasen. Die Region ist das bedeutendste und größte Erdfallgebiet in Westfalen. Diese Senken entstehen durch Vorgänge im Erdinneren.
In dem Naturschutzgebiet "Heiliges Meer – Heupen" finden eine große Zahl seltener und gefährdeter Pflanzenarten und –gesellschaften sowie zahlreiche Tierarten Lebensraum, darunter das Schwimmende Froschkraut, die Rohrweihe, der Schwarzspecht und die Heidelerche. Der Gebietskomplex beinhaltet außerdem Bestände landesweit gefährdeter Biotopstrukturen wie Erlenbruchwald, nährstoffreiche Seggenriede und Sumpfdotterblumenwiesen. Besonders hervorzuheben sind die Vorkommen landesweit vom Aussterben bedrohter Pflanzenarten wie Sumpf-Johanniskraut, Strandling und Wasser-Lobelie. Amphibien wie der Moorfrosch und die Knoblauchkröte leben hier. Der Große Brachvogel und der Steinkauz nutzen das Areal als Brutgebiet.
Das "Heilige Meer – Heupen" gehört zu den seit Jahren am besten untersuchten Naturschutzgebieten. Es ist von der Bundesrepublik als ein Gebiet von gemeinschaftlicher Bedeutung gemäß der FFH-Richtlinie (Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie) und der Vogelschutz-Richtlinie der Europäischen Union gemeldet und ist Bestandteil des zusammenhängenden europäischen ökologischen Netzes "NATURA 2000".
Anregungen und Bedenken von Trägern öffentlicher Belange und von privaten Einwendern sind abgewogen worden und in die Entscheidung der Bezirksregierung eingeflossen.
17.12.2008

