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Bezirksregierung Münster weist "Finkenfeld“ wieder als Naturschutzgebiet aus
Das Areal ist etwa 194 Hektar groß und umfasst frische bis nasse Grünlandkomplexe auf überwiegend nährstoffarmen Böden. Nur wenige Ackerflächen unterbrechen die Wiesenlandschaft. Diese ist geprägt von Gräben, Flachwassermulden und Kleingewässern, die Graben- und Wegränder sind durch einzelne Gebüsche und Feldgehölze gesäumt.
Das "Finkenfeld" beinhaltet Bestände landesweit gefährdeter Biotopstrukturen wie feuchte Hochstaudenfluren, feuchtes bis nasses Grünland sowie Flutrasen. Auch ein wichtiger Teil des landesweiten Feuchtwiesen-Biotopverbundsystems liegt hier. Das Gebiet zeichnet sich zudem durch das Vorkommen bedrohter Pflanzenarten wie das Breitblättrige Knabenkraut und die Fadenbinse aus. 27 Rote Liste-Pflanzenarten unterstreichen die floristische und vegetationskundliche Bedeutung des Areals. Das "Finkenfeld" ist ein wichtiges Brutgebiet für den Großen Brachvogel, den Baumfalken, die Bekassine, die Heidelerche, den Kiebitz, den Neuntöter, den Pirol, die Schafstelze, den Steinkauz, die Wachtel und den Zwergtaucher. Durchziehende Arten wie Knäkente, Kranich, Löffelente und Spießente rasten hier.
Das Naturschutzgebiet ist von der Bundesrepublik als ein Gebiet von gemeinschaftlicher Bedeutung gemäß der FFH-Richtlinie (Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie) der Europäischen Union gemeldet worden und ist Bestandteil des zusammenhängenden europäischen ökologischen Netzes "NATURA 2000".
Anregungen und Bedenken von Trägern öffentlicher Belange und von privaten Einwendern sind abgewogen worden und in die Entscheidung der Bezirksregierung eingeflossen.
17.12.2008

