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Dritter Runder Tisch für den Gewässerschutz im Einzugsgebiet der Emscher
Mit dem Ziel, einen biologisch und chemisch guten Zustand der Emscher zu erreichen, trafen sich heute (17. Juni) auf Einladung der Bezirksregierung Münster rund 70 Experten im Kreishaus Recklinghausen zum dritten Mal am Runden Tisch und erarbeiteten die dafür erforderlichen Konzepte. Die Teilnehmer kamen aus den Kommunen, Behörden, Umwelt- und Naturschutzverbänden, der Landwirtschaft, der Industrie und dem Handwerk aus den Regierungsbezirken Arnsberg, Düsseldorf und Münster. Die Bezirksregierung Münster koordinierte und moderierte das Gremium.
Grundlage für die Arbeitskreise ist die im Jahr 2000 vom Europäischen Parlament verabschiedete Wasserrahmenrichtlinie (WRRL), die auf einen umfassenden Gewässerschutz in Europa zielt. Bis Ende des Jahres 2009 stellt das Umweltministerium des Landes Nordrhein-Westfalen erstmalig für ganz Nordrhein-Westfalen Wasserbewirtschaftungspläne auf. Sie werden darstellen, an welchen Stellen, in welchem Umfang und in welchem Zeitraum Maßnahmen zum Erhalt und zur Verbesserung des Gewässerschutzes durchgeführt werden. Die Pläne beschreiben auch, in welchen Bereichen das Gewässer grundsätzlich aufgewertet werden sollte, dieses aber begründet nicht möglich ist.
An den Runden Tischen wurden im ersten Durchgang zunächst Fragen geklärt, die sich aus der Planung der Bewirtschaftung und des Beteilungsverfahrens ergaben. Gleichzeitig sind Gewässersituation und Monitoringergebnisse vorgestellt und diskutiert worden. In der zweiten Runde wurden Konzepte konkretisiert und Entwicklungspotentiale besprochen. Die Ergebnisse der Vorrunden flossen heute in die Arbeit des dritten Runden Tisches ein. Der Arbeitskreis hatte nun die Aufgabe, erforderliche Maßnahmen zur Bewirtschaftung der Emscher und ihres Einzugsgebietes zu detaillieren und abzustimmen. Dabei nutzen die Akteure Synergien zwischen Gewässer- und Naturschutz, Landwirtschaft und regionaler Entwicklung. Eine Prioritätenliste, die Grundlage für die Planung ist, wurde erstellt.
Für das kommende Jahr ist die Beteiligung der Öffentlichkeit vorgesehen. Dann können Bürgerinnen und Bürger zu den Entwürfen der Pläne Stellung nehmen, bevor der Bewirtschaftungsplan Ende 2009 von der Landesregierung verabschiedet wird und dem Europäischen Parlament vorgelegt wird.
17.06.2008

