Münster/Ochtrup. Am Montag Nachmittag fand das kurzfristig anberaumte klärende Gespräch um Fragen der Sondemülldeponie zwischen Regierungspräsident Dr. Peter Paziorek und dem Bürgermeister von Ochtrup, Franz-Josef Melis, in den Räumen der Bezirksregierung Münster im Beisein von Vertretern mehrerer Fachabteilungen statt. Der Regierungspräsident machte deutlich, dass alle in der Verantwortung stehen, die Unfall-Ursachen zu erforschen und künftige Unfälle zu verhindern. Paziorek schlug dem Bürgermeister vor, ein weiteres Gespräch zwischen der Bezirksregierung und den Vorsitzenden der Ratsfraktionen im Hause der Bezirksregierung in Münster zu terminieren. Vorher sollte jedoch auf der Ebene der Feuerwehren in einem sachdienlichen Gespräch erörtert werden, wie das Sicherheitskonzept unter feuerwehrtechnischen Gesichtspunkten zu verbessern ist. Paziorek legt großen Wert darauf, dass solche Gespräche mit umfassender Sachkunde vorbereitet werden. "Emotionen bringen uns nicht weiter", sagte der RP. Melis will einen Termin nennen, wann das Gespräch stattfinden kann.
Der Regierungspräsident erklärte, dass eine Abweichung von der Norm der Einstiegsöffnungen in die Sickerwassertanks nicht ohne weiteres möglich ist. Vielmehr müsse gewissenhaft überprüft werden, ob eine derartige geforderte Vergrößerung überhaupt zulässig und dem Betreiber gegenüber durchsetzbar wäre.
Abschließend widersprach der RP in aller Deutlichkeit Angriffen in der Ratssitzung, dass die Bezirksregierung nicht rechtzeitig auf Gutachten reagieren würde und wies daraufhin, dass das ergänzende Nachgutachten von Professor Alex Lechleuthner von der Berufsfeuerwehr Köln erst am 9. Juni und damit vier Tage nach der Ratssitzung bei der Bezirksregierung Münster eingegangen ist. Der Brief der Stadt Ochtrup mit dem Gutachten ist mit dem 4. Juni datiert.
Der Bürgermeister hat sich mit dem Verfahren einverstanden erklärt.