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Zweiter Runder Tisch für den Gewässerschutz:

Münster/Recklinghausen. Der Einladung der Bezirksregierung Münster folgten heute (16. April) 100 Experten, um am zweiten Runden Tisch für den Gewässerschutz die zukünftige Wasserbewirtschaftung im Einzugsgebiet der Emscher zu erarbeiten. Die Teilnehmer kommen aus den Kommunen, Behörden, Umwelt- und Naturschutzverbänden, der Landwirtschaft, der Industrie und dem Handwerk aus den Regierungsbezirken Arnsberg, Düsseldorf und Münster. Die Bezirksregierung Münster koordinierte und moderierte das Gremium im Kreishaus Recklinghausen.

Ökologische Aufwertung und Schutz der Gewässer sind notwendig, davon sind alle überzeugt. Am ersten Runden Tisch im Januar wurden zunächst Fragen zur geplanten Bewirtschaftung und zum Beteiligungsverfahren geklärt. Gleichzeitig wurde die Gewässersituation erläutert. Erste Monitoring-Ergebnisse sind, sofern sie bereits vorlagen, vorgestellt und diskutiert worden. Insgesamt ging ein sehr positives Echo von diesem Gremium aus.

Heute wurde die Arbeit für den Gewässerschutz konkretisiert. Im zweiten Durchgang sind Zwischenergebnisse vorgestellt worden. Ursachen für Belastungen wurden erörtert, Potentiale auf konzeptioneller Ebene konkretisiert und hinsichtlich der Wirkungen, Restriktionen und Machbarkeiten bewertet. So sollen Synergien zwischen Gewässerschutz, Naturschutz, Landwirtschaft, regionaler Entwicklung und anderen Akteuren erkannt und genutzt werden. Der Arbeitskreis bietet den Beteiligten die Chance, frühzeitig an der Planung zur Bewirtschaftung der Emscher und ihres Einzugsgebietes mitzuwirken und eigene Ideen einzubringen.

Bis Ende des Jahres 2009 stellt das Umweltministerium des Landes Nordrhein-Westfalen auf der Grundlage der EU-Wasserrahmenrichtlinie erstmals für ganz Nordrhein-Westfalen Wasserbewirtschaftungspläne auf. Die Ergebnisse der Runden Tische fließen in das Dokument ein und sind wichtiger Bestandteil. Ziel ist es, einen Plan zu erstellen, der möglichst effizient zum guten Zustand der Gewässer führt. Die Bewirtschaftungspläne werden darstellen, an welchen Stellen, wie und in welchem Zeitraum Maßnahmen durchgeführt werden sollen, um das Gewässer zu erhalten und seinen Zustand zu verbessern. Gleichzeitig beschreiben sie auch, in welchen Bereichen das Gewässer grundsätzlich verbessert werden sollte, dieses aber begründet nicht möglich ist. Die Vorgaben im Plan werden für die Behörden verbindlich sein, die Wasserwirtschaft steuern und in der regionalen Entwicklung zu berücksichtigen sein.

Der dritte Runde Tisch für die Bewirtschaftung der Emscher ist für Juni 2008 geplant und soll ein Ergebnis bringen, mit dem das Umweltministerium einen "Entwurf für einen Bewirtschaftungsplan" zusammenstellt. Bürgerinnen und Bürger können zu diesem Konzept im kommenden Jahr Stellung nehmen, bevor er dann Ende 2009 von der Landesregierung verabschiedet wird.

16.04.2008

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