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Ökologieprogramm der Bezirksregierung Münster setzt auf das "Neue Emschertal"

Münster. Das Ökologieprogramm Emscher-Lippe (ÖPEL) wurde 1991 parallel zur Internationen Bauausstellung "Emscherpark" (IBA) von der Landesregierung ins Leben gerufen. Ziel war und ist es, den Strukturwandel in der Emscherzone, dem besonders dicht besiedelten und vom Umstrukturierungsprozess am stärksten betroffenen Landschaftsraum des Ruhrgebiets, zu unterstützen.

Der Bezirksregierung Münster wurde 1991 die zentrale Zuständigkeit für die Durchführung des ÖPEL übertragen - und damit auch für die Teile des Programmgebietes, die in den Regierungsbezirken Arnsberg und Düsseldorf liegen. Hierzu wurde eine Projektgruppe eingerichtet, die die erfolgreiche und zügige Umsetzung der Projekte intensiv fördert und begleitet. Die förderrechtliche und fachliche Beratung erfolgt im Rahmen einer schlanken Verwaltungsstruktur für das gesamte Ruhrgebiet "aus einer Hand".

Das ÖPEL stellt mit seinem integrativen Ansatz auf die Verbesserung der "weichen" Standortfaktoren in der Region ab. Die Fördertatbestände reichen von klassischen Naturschutzmaßnahmen und Aufforstungen über die Wiederherrichtung und Nutzbarmachung von Industriebrachen für Freizeit und Erholung, dem Aufbau eines Rad- und Fußwegnetzes bis hin zu künstlerischen Darstellungen beispielsweise in Form von "LandArt" und der Gestaltung von Landmarken.

Konzeptionelle Grundlage der Internationalen Bauausstellung und des ÖPEL war und ist der Emscher Landschaftspark, der mit dem Masterplan 2010 fortgeschrieben wurde. Die Förderkulisse des ÖPEL umfasst das komplette Gemeindegebiet aller 27 Kommunen und drei Kreise des Emscher-Lippe-Raums. Der Förderschwerpunkt wurde jedoch von Anfang an auf den heute rund 460 km² großen Emscher Landschaftspark zwischen Duisburg und Bergkamen als Kernbereich des Strukturwandels gelegt. Innerhalb des Parks haben Förderprojekte zur Entwicklung eines durchgehenden Ost-West-Günzuges längs der Emscher und des Rhein-Herne-Kanal (RHK) Priorität. Der Grünzug ist die zentrale Verbindung zwischen den ansonsten Nord-Süd gerichteten sieben Regionalen Grünzügen.

Diese Zone ist zudem als "Neues Emschertal" das zentrale Entwicklungsprojekt des Masterplans Emscher Landschaftspark 2010. Das Neue Emschertal, das im Kern die künftig wieder saubere und naturnah ausgebaute Emscher, die Wasserlandschaft der Kanäle und die dazwischen liegende 34 km lange und 11 km² große Insel umfasst, steht für die zentrale Neuausrichtung der Förderung durch die Landesregierung und ist konzipiert als integrierte Strategie der Strukturpolitik und der Regionalentwicklung mit dem Ziel, einen nachhaltigen Beitrag zur Verbesserung der regionalen Standort- und Lebensqualität zu leisten. Wirtschaft, Tourismus, Stadterneuerung, Emscher Landschaftspark, Umbau des Emschersystems und Kultur sollen stärker vernetzt und die sich daraus ergebenden Synergieeffekte verstärkt genutzt werden.

Seit 1991 hat die Bezirksregierung Münster im Rahmen des ÖPEL 420 Projekte mit 353 Millionen Euro gefördert, 118 Millionen Euro davon stammen aus EU- Mitteln. Der im Süden der Städte Herten und Recklinghausen gelegene Landschaftspark "Hoheward" wird seit 2003 gefördert und ist mit einer Fördersumme von 23,3 Millionen Euro (davon 11,7 Millionen Euro aus EU-Mitteln) das größte und bedeutendste Projekt im Regierungsbezirk Münster. Auch bezogen auf den Emscher Landschaftspark gehört das Projekt zu den Top Ten der größten Projekte, die eine besondere Strahlkraft nicht nur für die Region sondern weit darüber hinaus entwickelt haben. Es zählt zu den "Highlights des Emscher Landschaftsparks" und ist mit anderen industriell geprägten Landschaftsparks inzwischen zu einem "Imageträger für den Wandel im Revier" geworden.

15.04.2008

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