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Anerkennungsurkunde für die Dr.-Heinz-Lindemann-Stiftung
Regierungspräsident Dr. Peter Paziorek (rechts) überreicht die Anerkennungsurkunde an Dr. Heinz Möhrke im Beisein von Wilhelm Möhrke (v.l.n.r.), Hedwig Möhrke und Inge Möhrke.
Münster/Lengerich. Regierungspräsident Dr.Peter Paziorek hat heute (14. Januar 2008) die Anerkennungsurkunde für die Dr.-Heinz-Lindemann-Stiftung an Dr. Heinz Möhrke, Wilhelm Möhrke und Inge Möhrke überreicht.
Dr. Heinz Lindemann wurde 1952 in Lengerich geboren und verstarb 1991. Heinz Lindemann war einziges Kind der Eheleute Friedrich Lindemann und Helene Lindemann geb. Höveler. Er besuchte das Lengericher Gymnasium, leistete den Wehrdienst bei der Marine ab, studierte an der Technischen Hochschule Hannover Maschinenbau, promovierte im Bereich Kältetechnik im Jahre 1984 zum Dr. Ing. und fand in Bayern eine Anstellung.
Die 2007 verstorbene Mutter Helene Lindemann aus Lengerich hat in ihrem Testament die Gründung der Dr.-Heinz-Lindemann-Stiftung verfügt. Da sie keine nahen Angehörigen als Erben hatte und ihr die Entwicklung der Bürgerstiftung Gempt in Lengerich vertraut war, kam ihr die Idee eine eigene Stiftung zu gründen. Es war ihr ein Herzensanliegen mit der Namensgebung die Erinnerung an ihren mit 39 Jahren zu früh verstorbenen Sohn wach zu halten und junge Menschen auf ihrem beruflichen Lebensweg zu unterstützen.
Regierungspräsident Dr. Peter Paziorek begrüßte bei der Übergabe der Anerkennungsurkunde die Gründung weiterer Stiftungen. Sie hätten, da die Stifter jeweils den Namen selbst vergeben können, auch eine Art Ewigkeitsgarantie.
Mit der jetzt gegründeten Stiftung sollen Projekte im Bereich Bildung, Wissenschaft und Forschung sowie Kultur und Sport gefördert werden. Wissenschaftliche Veranstaltungen und Forschungsvorhaben werden unterstützt sowie Stipendien, Beihilfen und Zuwendungen vergeben. Die Stiftung wird für den wissenschaftlichen Nachwuchs den "Dr.-Heinz-Lindemann-Preis" ausloben.
Für den ehrenamtlich tätigen Vorstand ist es Aufgabe und Ansporn, das Ansehen der Stiftung zu steigern und das Kapital durch Zustiftungen zu erhöhen. Dies erfordert Anstrengungen bei der Auswahl der Preisträger und Geförderten. Es sollen vorrangig bedürftige und besonders begabte junge Menschen in ihrer Ausbildung finanziell unterstützt werden, die in ihrer beruflichen Disziplin besonderen Ehrgeiz entwickeln und sich voraussichtlich im weiteren Leben auch wieder für das Gemeinwohl einsetzen werden.
Der Nachlass der Helene Lindemann wird in nächster Zeit noch endgültig abzuwickeln sein. Die Stiftung ist mit einem Anfangsvermögen von rund 300.000 Euro ausgestattet. Dieser Wert ist ungeschmälert zu erhalten. Das Vermögen kann durch Zuwendungen oder durch Spenden von Jedermann erhöht werden.
Die Dr.-Heinz-Lindemann-Stiftung ist die 411. Stiftung im Regierungsbezirk Münster. Im Kreis Steinfurt gibt es jetzt 38 Stiftungen.
14.01.2008

