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7,8 Millionen Euro stärken die regionale Wirtschaft
Regierungspräsident Dr. Peter Paziorek (Mitte) übergibt den Förderbescheid an Hermann Eiling (rechts) und Geert Wieffer
Münster. Die mittelständische Wirtschaft im deutsch-niederländischen Grenzraum erhält neue Impulse durch ein europäisches Förderprojekt mit einem Volumen von insgesamt 7,8 Millionen Euro. Die Bezirksregierung Münster bewilligte erstmals als zuständige Behörde ein millionenschweres Projekt.
Regierungspräsident Dr. Peter Paziorek übergab am Dienstag (12. August) dem Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Münster, Hermann Eiling, und dem Geschäftsführer des Technologiezentrums STODT in Almelo, Geert Wieffer, den Bewilligungsbescheid über rund 5.450.000 Euro (70 Prozent Förderung des Gesamtvolumens) für den Aufbau des Netzwerks "Grenzenloser Maschinen- und Anlagenbau (GMA) - Auf dem Weg zur flexiblen Fertigung". Neben der Kammer Münster und dem niederländischen Technologiezentrum sind der niederländische Verband Verenigde Maakindustrie Oost (VMO) und die Handwerkskammer Osnabrück-Emsland weitere Projektpartner.
Gemeinsam werden die Partner mit Unterstützung von Fachhochschulen und Fachverbänden in den nächsten fünf Jahren Messen, Schulungen und Kooperationsbörsen für Unternehmen aus dem Maschinen- und Anlagenbau planen, um grenzüberschreitende Zusammenarbeit zu fördern und somit die Betriebe für den nationalen und internationalen Markt zu stärken.
Ein Großteil der Mittel fließt in modernste Technologien für die spanabhebende Fertigung (Drehen, Fräsen, Bohren), Blechbearbeitung (Schneiden, Kanten, Lasern) und Schweißen. Diese sogenannten Produktionszellen werden im Handwerkskammer Bildungszentrum Münster und im Technologiezentrum STODT für Schulungszwecke zur Verfügung gestellt.
Ein weiteres großes Ziel des Netzwerkes ist es, die Betriebe dabei zu unterstützen, ihren individuellen Fertigungsprozess zu verbessern. Um den Weg zur flexiblen Fertigung konsequent fortzuschreiten, werden Verfahren und Unterrichtsmaterialien entwickelt, die es den Geschäftsführungen und allen Mitarbeitern auf den verschiedenen Produktionsstufen ermöglichen, neueste technische Standards zu erlernen und Arbeitsabläufe zu optimieren. Neben Schulungen im Gebiet E-Learning werden Beratungstools erstellt.
Das europäische Förderprogramm mit der Bezeichnung INTERREG IV A knüpft zwischen den Nachbarländern Deutschland und den Niederlanden Verbindungen und fördert den kulturellen, wirtschaftlichen sowie wissenschaftlichen Austausch. Zudem wird die Infrastruktur verbessert, damit die grenznahen Städte und Gemeinden ihre Ressourcen besser nutzen können.
Mit dem am Dienstag überreichten Förderbescheid wird erstmals ein Millionenbetrag bewilligt. Gegenüber dem Vorgängerprogramm INTERREG III A gibt es nun nur noch einen Bewilligungsbescheid aus einer Hand für die Projektträger. Dabei ist die Bezirksregierung Münster bewilligende Stelle für das gesamte Programmgebiet.
Die von der Bezirksregierung Münster bewilligten 5,45 Millionen Euro stammen aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung, Mitteln des Ministeriums für Wirtschaft, Mittelstand und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen, Geldern der Provinz Overijssel sowie des Niedersächsischen Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr.
12.08.2008

