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Teilnehmer des Gebietsforums Emscher diskutieren über Gewässerschutz

Münster/Recklinghausen. Wasser ist für uns alle lebensnotwendig. Dass der Gewässerschutz und die ökologische Aufwertung unserer Gewässer für alle EU-Mitgliedstaaten verpflichtend sind, schreibt die Europäische Wasserrahmenrichtlinie vor. Im Zuge dieser Richtlinie müssen Bewirtschaftungspläne aufgestellt werden. Wasserwirtschaft, Naturschutz, Landwirtschaft, Industrie, Gewerbebetriebe – das sind nur einige der zahlreichen Gruppen, die ein Wort mitreden, wenn es um den Schutz und die Verbesserung des Grundwassers, der Flüsse, Bäche und Seen im Einzugsgebiet der Emscher geht.

Rund 40 Experten und Interessierte folgten am Mittwoch (10. Dezember) der Einladung der Bezirksregierung Münster, sich beim Gebietsforum Emscher in Recklinghausen über den aktuellen Stand der Bewirtschaftungsplanung und das weitere Vorgehen zu informieren. Den Teilnehmern wurde ein Rückblick auf die Arbeiten des vergangenen Jahres gegeben und die Bewirtschaftungspläne sowie die geplanten Projekte für das Emschergebiet vorgestellt. Reinhard Kopka als Fachbereichsleiter der Unteren Wasserbehörde der Stadt Oberhausen warf einen Blick auf die Umsetzung der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie aus Sicht einer betroffenen Stadtverwaltung. In den Vorträgen wurde betont, dass in nächster Zeit verstärkt daran gearbeitet wird, das komplexe Thema der breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen und davon zu überzeugen, dass die Umsetzung der Richtlinie allen hilft – den Gewässern und seinen Bewohnern, aber auch den Bürgern und Gewässernutzern.

Der Entwurf des Bewirtschaftungsplans muss bis Ende 2008 zur Anhörung veröffentlicht werden – das verlangt die Wasserrahmenrichtlinie. Jeder Bürger kann sich dann an dem Prozess zur Verbesserung der Gewässer beteiligen und seine Meinung äußern. Ziel ist es, eine große Akzeptanz zu finden, denn bei der Erstellung des endgültigen Plans im nächsten Jahr werden diese Stellungnahmen von der Landesregierung berücksichtigt.

Wesentliche Inhalte des Planentwurfes sind von den Bezirksregierungen erarbeitet und in einem groß angelegten Beteiligungsprozess in Runden Tischen und Arbeitsgesprächen mit den Kommunen, Kreisen und Interessenvertretern abgestimmt worden.

11.12.2008

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