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"Runder Tisch" für bessere Wasserqualität im Westdeutschen Kanalnetz
Treffen am runden Tisch bei der Bezirksregierung: Experten beraten über die Umsetzung der Wasserrahmenrichtlienie im Bereich des westdeutschen Kanalnetzes
Münster. Binnenschifffahrt liegt im Trend! Derzeit freut sich die nordrhein-westfälische Binnenschifffahrt über ein gesteigertes Frachtaufkommen. Doch wie ist diese Tendenz aus der Perspektive der Nachhaltigkeit zu beurteilen? Wie kann das Leben in und an den Gewässern geschützt werden? Diese und ähnliche Fragen waren heute (11. September) Thema eines "Runden Tisches" in der Bezirksregierung Münster.
25 Experten diskutierten bei dieser Gelegenheit mit Vertretern der Berufs- und Freizeitschifffahrt sowie der Schifffahrtsverwaltung des Bundes, mit Anglern und mit Nutzern von Trink- und Brauchwasser. Gegenstand des Dialogs war vor allem der bessere Schutz von Kleinlebewesen, Fischen und der Wasserqualität.
Ziel des Treffens in der Bezirksregierung war es, einen Bewirtschaftungsplan für den Zeitraum 2009 bis 2015 vorzubereiten, der von den betroffenen Bürgerinnen und Bürgern mitgetragen wird.
Der landesweit gültige Plan stellt die Lebensbedingungen der Tiere und Pflanzen dar und zeigt, wie das Kanalnetz genutzt und eventuell belastet wird. Wichtig ist zudem, welche Möglichkeiten genutzt werden können, um den Gewässerzustand zu erhalten und zu optimieren. Derartige Verbesserungen sind sowohl in den eigentlichen Kanalstrecken als auch in alten Fahrten, Häfen und Stichkanälen denkbar. Sie erfordern wegen der Nutzungsansprüche und der Sicherheitsbedürfnisse von Schifffahrt, Anliegern und Nutzern besonderes Augenmaß.
Der Bewirtschaftungsplan ist eine Grundlage, um die Qualität der Gewässer auf eine mach- und finanzierbare Weise zu schützen, ohne die Gewässernutzung unzulässig einzuschränken. Gleichzeitig muss er den Ansprüchen des europäischen Gewässerschutzes genügen.
Seit dem 22. Dezember 2000 regelt die Europäische Wasserrahmenrichtlinie (EG-WRRL) die europaweiten Bemühungen zur Verbesserung der Qualität von Bächen, Flüssen und Grundwasser. Mithilfe der Richtlinie sollen die Gewässer, zu denen auch die Schifffahrtskanäle zählen, bis 2027 das gute ökologische Potential erreichen.
11.09.2008

