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Großer Knall in Scholven:
Mitarbeiter der Dezernate für Immissionsschutz und Arbeitsschutz der Bezirksregierung Münster haben die Vorbereitungen für die Sprengung im Rahmen der Abbruchgenehmigung intensiv begleitet. Seit März 2007 sind sie in die Planungen eingebunden und sorgen dafür, dass die Umweltbelastung so gering wie möglich gehalten wird, Anwohner nicht gefährdet sind, die an der Sprengung beteiligten Arbeiter geschützt werden und Schäden an Gebäuden und Nachbargrundstücken erst gar nicht entstehen.
Erste bauliche Arbeiten zur Vorbereitung der Sprengung haben bereits Ende des Jahres 2007 begonnen. Die in den Kühltürmen vorhandenen asbesthaltigen Füllkörpereinsätze wurden von staatlich anerkannten Fachbetrieben ordnungsgemäß entsorgt, damit bei der Sprengung keine gesundheitsschädlichen Fasern in die Umwelt gelangten. Die Arbeiten sind von der Bezirksregierung Münster überwacht worden. Für den Termin am Sonntag wurden Berechnungen der zu erwartenden Erschütterungen erstellt und ein Sicherheitskonzept für den Sprengtag erarbeitet. Damit wurden auch Bereiche festgelegt, für die eine Absperrung erforderlich ist und in denen Evakuierung nötig wird. Um die Umweltbelastung des Ereignisses zu dokumentieren, hat die Bezirksregierung das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz beauftragt, Staub- und Erschütterungsmessungen durchzuführen.
Mit den Kühltürmen in Gelsenkirchen-Scholven verschwinden markante Gebäude, die das Landschaftsbild des Ruhrgebiets bisher geprägt haben. Bereits im Jahr 2006 wurden in Gelsenkirchen zuerst das 50 Meter hohe Kesselhaus eines altes Steinkohlekraftwerks zerlegt und wenige Monate später knickte der "blaue Klaus", ein 300 Meter hoher und 20.000 Tonnen schwerer Stahlbetonschornstein, durch Sprengfaltung zusammen. Im gleichen Jahr fiel ein 90 Meter hoher Kraftwerkskühlturm in Castrop-Rauxel.
08.08.2008

