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Bezirksregierung Münster kontrolliert Hausmüll aus Neapel erneut

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Hans-Jürgen Hagemann, Leiter der Abteilung für Umweltschutz, sowie Jörg Decher und Bernhard Veith (v.l.n.r.) von der Bezirksregierung nehmen den Müll in Augenschein

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Münster/Herten. In der Müllverbrennungsanlage RZR in Herten ist heute Morgen (Freitag, 8. August) der erste Lastwagen mit Abfall aus Neapel eingetroffen. Mitarbeiter des zuständigen Abfalldezernats der Bezirksregierung Münster kontrollierten hier sofort erneut die Begleitdokumente, die Identität und die Beschaffenheit des Mülls, bevor er in den Ofen gekippt wurde. Hans-Jürgen Hagemann, Abteilungsleiter Umwelt und Arbeitsschutz bei der Bezirksregierung, überzeugte sich ebenfalls persönlich vor Ort davon, dass die Mülllieferung in allen Details entsprechend der Genehmigung erfolgte. "Wir nehmen die Sorgen der Bevölkerung sehr ernst und tun alles, damit es zu keinen Belastungen für die Anwohner kommt", sagte Hagemann. Zuvor war der Müll bereits auf dem Umschlagplatz in Leverkusen untersucht worden, wo er von Güterzügen auf Lastwagen verladen wird. Und bis dahin hat er schon mehrfache Kontrollen hinter sich: Am Herkunftsort in Italien, wo sie sortiert, auf Radioaktivität geprüft und in Container verladen werden, ebenso wie in Österreich auf dem Weg über den Brenner.

Der ersten Mülllieferung werden voraussichtlich maximal weitere 159 genehmigte Transporte nach Herten folgen. Insgesamt sollen in den kommenden Monaten rund 2.000 Tonnen Hausmüll aus Neapel in der Verbrennungsanlage RZR entsorgt werden. In ganz NRW werden insgesamt rund 60.000 Tonnen Siedlungsabfälle in acht Müllverbrennungsanlagen verwertet. Bekanntlich herrscht im Raum Neapel ein Müllnotstand; die Bundesrepublik hilft im Rahmen eines deutsch-italienischen Abkommens bei der Beseitigung.

Die Bezirksregierung ist für die Zulassung und Überwachung der grenzüberschreitenden Abfalltransporte zuständig. [Notifizierungsverfahren gemäß Verordnung (EG) Nr. 1013/2006].

08.08.2008

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