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Naturschutzgebiet "Borghorster Venn" im Kreis Steinfurt erweitert

Münster/Steinfurt. Die Bezirksregierung Münster hat das Naturschutzgebiet "Borghorster Venn" in Steinfurt neu festgesetzt und um 5,5 Hektar kreiseigene Fläche auf jetzt 103,5 Hektar vergrößert.

Bei dem Areal im Ortsteil Borghorst handelt es sich um ein landesweit bedeutsames ehemaliges Hochmoorgebiet im Naturraum Westmünsterland und wurde erstmals im Jahr 1988 unter Naturschutz gestellt. Das "Borghorster Venn" besteht aus einem Hochmoorkomplex der aufgrund weiträumiger Entwässerung heute überwiegend mit Birken-Moorwald, Birken-Eichenwäldern sowie kleinen Birken- und Erlenbruchwäldern bewachsen ist. Nur kleinflächig finden sich freigestellte Moorparzellen, auf denen sich Hochmoor- und Feuchtheidegesellschaften entwickeln. Der Bereich wird von Grünlandbereichen umgeben, die in früheren Jahrhunderten ebenfalls Heide- und Moorlandschaft gewesen sind.

Wichtigstes Ziel der Verordnung ist der Erhalt und die Entwicklung des Hochmoorkomplexes, die Regeneration der moortypischen Vegetation und die Wiedervernässung ehemals trockengelegter Bereiche. Gleichzeitig soll die extensive Bewirtschaftung des umgebenden Grünlands mit Feucht- und Magergrünland als hydrologischer Puffer für das Moor und als Lebensraum für Wat- und Wiesenvögel entwickelt und erhalten werden. Insbesondere werden die für das Gebiet typischen gefährdeten Pflanzengesellschaften wie Feuchte Weidelgras-Weißkleeweide, Glockenheide-Gesellschaft und das Schneiden-Ried geschützt. Die Schneide gehört zu der Pflanzenart, die nur an zwei Stellen im Kreisgebiet Steinfurt vorkommt. Das Grünland am "Borghorster Venn" ist außerdem Brutgebiet für den Kiebitz und den Großen Brachvogel.

Das Verfahren mit dem das "Borghorster Venn" unter Naturschutz gestellt worden ist, wurde im August 2007 eingeleitet.

Anregungen und Bedenken von Trägern öffentlicher Belange und von privaten Einwendern sind abgewogen worden und teilweise in die Entscheidung der Bezirksregierung eingeflossen.

06.08.2008

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