Amtliche Bekanntmachung

Sie sind hier:

 

Regionalrat des Regierungsbezirks Münster in Kürze: Sitzung des Regionalrates am 3. März 2008

Allianz für die Fläche

Innovative FH-Konzepte für den Wettbewerb

Münster. Künftig deutlich weniger Flächen für neue Siedlungen und Verkehrsplanung zu beanspruchen, forderte Staatssekretär Dr. Alexander Schink vom NRW-Umweltministerium am Montag auf der Regionalratssitzung in Münster. Ziel müsse sein, den Flächenverbrauch im Land Nordrheinwestfalen von jetzt durchschnittlich 15,5 Hektar pro Jahr auf 5 Hektar bis zum Jahr 2020 zu reduzieren. Er appellierte an den Regionalrat sich als "Partner in der Region" für eine bedarfs- und umweltgerechte Flächenplanung einzusetzen und nicht "ohne Not" weitere Flächen zu versiegeln. Dabei sollten auch die regionalen Steuerungsfunktionen gegenüber kommunalen Einzelinteressen eingesetzt werden. Es gelte regionale und interkommunale Kooperationen anzustoßen und Standortalternativen sorgfältig abzuwägen. Allerdings sei es wichtig, regionale Spielräume lassen. Um die ökologischen und ökonomischen Belastungen durch die Ausweisung neuer Siedlungsflächen einzudämmen und angesichts eines veränderten Bedarf aufgrund des demografischen Wandels, war im Mai 2006 auf Initiative des Ministeriums eine "Allianz für die Fläche in NRW" ins Leben gerufen worden. "Wir machen mit", sagte Regierungspräsident Dr. Peter Paziorek. Die Bezirksregierung Münster sei interessiert, Partner dieser Allianz zu werden. Ebenso erklärte der Regionalrat den Beitritt zu der Allianz für eine nachhaltige Flächenentwicklung.

Fachhochschulen unter dem Dach einer Holding?

"In der Region besteht ein großes Interesse an dem Wettbewerb, den das Land voraussichtlich noch in diesem Monat ausrufen wird", berichtete der Regierungspräsident zur Diskussion um die Entwicklung neuer Fachhochschul-Standorte im Bezirk. Paziorek betonte: "Die Chancen für eine erfolgreiche Teilnahme steigen, wenn der Wettbewerbs-Jury eine im Regierungsbezirk abgestimmte Bewerbung mit einem Standortkonzept vorgelegt werden kann, die von einem breiten, regionalen Konsens getragen wird". Kleinteilige Überlegungen seien chancenlos. Sowohl auf kommunaler wie auf regionaler Ebene existierten viele gute Ideen und Ansätze. Der RP hat unter anderem mit dem Präsidium der Münsterlandkonferenz und den Präsidenten der Fachhochschulen Münster und Gelsenkirchen Gespräche geführt. "Wir müssen überlegen, wie wir durch innovative Kooperationsformen der Fachhochschulen mit den Kommunen und regionalen Akteuren die Hochschullandschaft im Regierungsbezirk stärken können", forderte Paziorek. Dabei müsse auch geprüft werden, inwieweit eine Zusammenarbeit mit Standorten der FH in Münster und Gelsenkirchen möglich wird. Einen ersten Entwurf dazu hat Professor Klaus Niederdrenk (FH Münster) auf Bitten des Regierungspräsidenten bereits konzipiert: Eine vernetzte Hochschule mit verschiedenen Bausteinen unter dem gemeinsamen Dach einer Holding mit dem Arbeitstitel "FH Nord Westfalen". "Alle Ideen aus dem Bezirk werden in diesem Holding-Modell gebündelt und miteinander vernetzt. Es ist ein einzigartiges mutiges Modell in der bundesdeutschen Hochschullandschaft. Mit diesem innovativen Konzept würden neue Wege beschritten", erklärte Dr. Paziorek und rechnet schon deshalb mit guten Chancen in einem Wettbewerbsverfahren. Mögliche Bausteine lägen unter anderem zum Beispiel auch in Recklinghausen, in Bocholt und in Oelde. Er lässt derzeit prüfen, ob dieser Entwurf mit dem deutschen Hochschulrecht vereinbar und juristisch tragfähig ist. Bis Ende März solle die Prüfung abgeschlossen sein.

03.03.2008

Informationsleiste

Ansprechpartner/in:

Info