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Bezirksregierung gibt den Startschuss für das Kraftwerksprojekt
Münster. Mit dem Vorbescheid an die E.ON Kraftwerke GmbH hat die Bezirksregierung Münster heute (31.1.2007) den Startschuss für die Verwirklichung des Kohlekraftwerks Datteln gegeben. Der Vorbescheid ist ein wichtiger Meilenstein für die weiteren Planungen und zugleich die Voraussetzung für konkrete Teilgenehmigungen, nach denen die nächsten Bauschritte folgen können. Mit der ersten Teilgenehmigung, nach der das Grundstück baureif gemacht werden kann, ist noch im Februar zu rechnen. Die Stadt Datteln hatte mit der Veröffentlichung des Bebauungsplanes am 19. Januar 2007 bereits die benötigte Fläche und deren Erschließung gesichert. Das neue Kraftwerk soll im Jahr 2011 in Betrieb genommen werden.
Der 128 Seiten dicke Vorbescheid erging nach umfassender Prüfung, insbesondere auch nach einer Umweltverträglichkeitsprüfung, mit dem Ergebnis, dass das Kraftwerksprojekt rechtlich und technisch zulässig ist. Im Mai und Juni 2006 hatte unter großer Beteilung der Öffentlichkeit ein mehrtägiger Erörterungstermin stattgefunden.
Gegenüber den ursprünglichen E.ON-Plänen wurden erhebliche Verbesserungen eingebracht. So werden nur die Brennstoffe Kohle und Petrokoks zugelassen, die Lärmwerte des Kühlturms werden für die Nachbarschaft durch bessere Techniken deutlich gemindert, die Staubentwicklung beim Umschlag und Transport der Kohle wird entscheidend reduziert und auch beim Lagern der Grobasche wird viel weniger Staub entstehen. Ebenso konnte eine erhebliche Minderung der Staubemissionen aus den Silos erreicht werden. Für das Altkraftwerk wurde eine verbindliche Rückbaufrist vereinbart. Sie beginnt ein Jahr nachdem das neue Kraftwerk in Betrieb genommen wurde und darf maximal drei Jahre dauern.
Das Verfahren erforderte einen sehr hohen zeitlichen Aufwand: Allein bei der Bezirksregierung Münster wurde unter Beteiligung von Ingenieuren, Juristen und Verwaltungsfachleuten bis jetzt ein Arbeitsvolumen von rund 2000 Stunden bewältigt. Dennoch ist es gelungen, die Entscheidung innerhalb von zwölf Monaten nach Antrag zu treffen. Auf Seiten der E.ON haben zahlreiche Fachleute aus der Ingenieurabteilung in Gelsenkirchen und der Zentrale in Hannover an der Planung des Kraftwerkes mitgewirkt.
Der Bescheid kann in elektronischer Form von allen Einwendern im Vorbescheidverfahren unter der Emailadresse dez56@brms.nrw.de angefordert werden. Darüber hinaus erfolgt die gesetzlich vorgeschriebene Veröffentlichung im Amtsblatt und in der örtlichen Presse sowie durch öffentliche Auslegung des Vorbescheides mit den Unterlagen in der Bezirksregierung, Dezernat 56 und in den Rathäusern in Datteln und Waltrop.
31.01.2007

