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Maßgeschneidertes Überwachungsprogramm für die Ems: Erfolgreiche internationale Zusammenarbeit

Internationale Steuerungsgruppe Ems

Internationale Steuerungsgruppe Ems

Münster/Leeuwarden/Meppen. Die Ems führt sie zusammen – gemeinsam haben die Niederlande und die Bundesländer Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen für das internationale Flusseinzugsgebiet der Ems jetzt ein maßgeschneidertes Überwachungsprogramm für die Flüsse, Seen, Übergangs- und Küstengewässer sowie das Grundwasser in der internationalen Flussgebietseinheit Ems vorgelegt. Die Ergebnisse hat das Bundesumweltministerium am 22. März zum diesjährigen Tag des Wassers der Vereinten Nationen an die Europäische Kommission nach Brüssel übermittelt; der Bericht ist auch im Internet unter www.ems-eems.de nachzulesen. Dies ist ein weiterer wichtiger Schritt auf dem Weg zur geforderten Verbesserung des Zustands der Gewässer in der Europäischen Union.

Die Wasserrahmenrichtlinie betrachtet die Ems und ihre Nebenflüsse als ein großes System, das es zu schützen gilt. Das Denken in Flusseinzugsgebieten hat Niederländer und Deutsche an einen Tisch gebracht – bei der internationalen Koordinierung im Emsgebiet wird die notwendige intensive Zusammenarbeit vorgelebt.

Jetzt galt es, ein funktionierendes System für die Überwachung der Gewässer aufzubauen, das einen zusammenhängenden und umfassenden Überblick über den aktuellen Zustand der Ems und ihrer Nebenflüsse und des Grundwassers in dem 18.000 Quadratkilometer großen Einzugsgebiet ermöglicht. Beim Oberflächengewässer wird der ökologische und chemische Zustand an derzeit insgesamt 191 Messstellen systematisch überwacht. Die Untersuchung von Fischen, wirbellosen Kleinlebewesen, Kieselalgen, Plankton und Wasserpflanzen liefert wichtige Anhaltspunkte für den ökologischen Zustand; für die Erfassung des chemischen Zustands werden bestimmte gefährliche Stoffe wie z.B. Schwermetalle oder Pflanzenschutzmittel überwacht. Für diese Stoffe sind EU-weit vorgegebene Grenzwerte einzuhalten.

Beim Grundwasser liegt das Augenmerk auf Menge und Güte. Für die mengenmäßige Überwachung des Grundwassers werden Daten an insgesamt 522 Grundwassermessstellen erhoben Zur Überwachung des chemischen Zustands werden mehr als 800 Messstellen beprobt. Untersucht werden je nach Messprogramm z.B. Sauerstoffgehalt oder ob es Spuren von Nitrat, Ammonium oder Pflanzenschutzmitteln gibt.

Mit der Aufstellung der Überwachungsprogramme waren auch eine Reihe praktischer Aufgaben zu lösen: Die Einrichtung neuer Probe-Entnahmestellen, die Erarbeitung neuer Untersuchungsmethoden, die Schaffung entsprechender Laborvoraussetzungen und die Organisation der Datenverarbeitung – all das haben die Mitglieder der internationalen Emsgremien rechtzeitig bis Ende 2006 geschafft – wie es die Europäische Union gefordert hatte. Auf der Grundlage dieser Programme wird in den nächsten Jahren die Gewässerüberwachung in der Flussgebietseinheit Ems durch das Königreich der Niederlande und die Bundesländer Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen erfolgen. Die gesammelten Daten sowie die Erfahrungen mit den Messprogrammen werden fortlaufend und systematisch ausgewertet.

Die Überwachungsergebnisse werden eine wichtige Grundlage dafür sein, um kosteneffiziente Maßnahmen zur Verbesserung unserer Gewässer zu entwickeln.

Für weitere Information wenden Sie sich bitte an folgende Vertreter aus der internationalen Koordinierung Ems:

Für Niedersachsen: Geschäftsstelle Ems beim Niedersächsischen Landesbetrieb f. Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz, Betriebsstelle Meppen Haselünner Straße 78 49716 Meppen poststelle@nlwkn-mep.niedersachsen.de Mathias Eberle +49 5931 406141 Josef Schwanken +49 5931 406126

Für Nordrhein-Westfalen: Geschäftstelle Ems bei der Bezirksregierung Münster Nebengebäude R Nevinghoff 22 48147 Münster poststelle@bezreg-muenster.nrw.de Peter Loheide +49 251 2375255 Thomas Spieker +49 251 2375195

Für die Niederlande: Ministerie van Verkeer en Waterstaat Postbus 2301 8901 JH LEEUWARDEN floris.van.bentum@.rws.nl Arjen Bosch +31 58 234 4333 Floris van Bentum +31 58 234 4321

Weitere Informationen:
Im Internet unter www.ems-eems.de / www.ems-eems.nl haben Sie die Möglichkeit zum Download des gesamten Berichtes (Titel: Bericht zu den Überwachungsprogrammen in der Flussgebietseinheit Ems).

28.03.2007

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