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Erörterung zum Bau des Abwasserkanals Emscher hat begonnen
Frei nach dem Motto der Antragstellerin: "Die Schwatte wird blau", soll sich die Emscher, die bisher eher eine mit Abwässern verschmutzte und in Beton eingezwängte, oberirdisch verlaufende Kloake als ein Fluss war, zur neuen Lebensader der Region wandeln. Das Abwasser aus allen Kommunen im Einzugsbereich soll künftig unterirdisch auf einer Länge von 51 Kilometern von Dortmund bis nach Dinslaken geführt und dabei auf seinem Weg in den Rhein in mehreren Klärwerken gereinigt werden. Mit dem Bau sollen die Masterpläne Emscher-Landschaftspark 2010, Ökologieprogramm Emscher-Lippe und Emscher-Zukunft umgesetzt werden, wodurch das Ruhrgebiet erheblich an Attraktivität gewinnen soll. Der Emscher kommt dabei eine zentrale Bedeutung zu.
Im Jahr 2006 hat die Bezirksregierung Münster, die vom Ministerium für Umwelt, Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz beauftragt wurde, federführend für die mitbeteiligten Bezirksregierungen Arnsberg und Düsseldorf den 80 Ordner umfassenden Entwurf auf Vollständigkeit geprüft und im nächsten Schritt das Beteiligungs- und Anhörungsverfahren eingeleitet.
Hierzu haben die Antragsunterlagen vom 22. Januar bis zum 21. Februar 2007 in den von dem Vorhaben betroffenen Kommunen Dinslaken, Duisburg, Oberhausen, Essen, Bottrop, Gelsenkirchen, Herne, Herten, Recklinghausen, Castrop-Rauxel, Waltrop und Dortmund zur Einsicht ausgelegen. Mehr als 450 Bürgerinnen und Bürger haben Einwendungen erhoben. Darüber hinaus wurden rund 150 Träger öffentlicher Belange an dem Anhörungsverfahren beteiligt.
Die rechtzeitig gegen den Plan erhobenen Einwendungen und Stellungnahmen werden mit der Antragstellerin, den beteiligten Behörden, den sonstigen Stellen sowie den Einwendern erörtert.
Als Verhandlungsleiterinnen sind Martina Vogelsang, Stefanie Guddat, Christiane Wienströer und Gunhild Wiering von der Bezirksregierung Münster eingesetzt.
Zu Beginn des Erörterungstermins, der voraussichtlich noch bis Freitag, 31. August 2007, täglich ab jeweils 9.30 Uhr in der Messehalle Essen stattfindet, wurde das Bauvorhaben durch Thomas Fock und Norbert Stratemeier, als Vertreter der Emschergenossenschaft, vorgestellt.
Im Anschluss wurden die für den ersten Verhandlungstag vorgesehenen Themen zu Fragen des Verfahrens und zur Trassierung und Technik des Kanalsystems erörtert. Die Einwendungen hierzu wurden angehört und durch die Vertreter der antragstellenden Emschergenossenschaft sowie durch die Fachbehörden kommentiert und beantwortet. Als letzter Tagesordnungspunkt wurde das geplante Belüftungskonzept vorgestellt. Die dazu eingegangenen Einwendungen wurden diskutiert.
Weitere Informationen befinden sich im Internet unter www.brms.nrw.de, Stichwort: Erörterungstermin für den geplanten Abwasserkanal Emscher.
27.08.2007

