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Falscher Umgang mit Propangasanlagen Arbeitsschützer der Bezirksregierung Münster unterwegs
Falscher Umgang mit Propangasanlagen Arbeitsschützer der Bezirksregierung Münster unterwegs
Münster. In Deutschland ereignen sich jedes Jahr Unfälle durch den unsachgemäßen Umgang mit Propangasanlagen. In fast 80 Prozent aller Fälle haben die Arbeitsschützer der Bezirksregierung Münster bei Überprüfungen von Propangasanlagen zum Teil lebensbedrohliche Mängel festgestellt. Seit März 2007 wurden 90 Betriebe überprüft, dabei mussten von 168 Propangasverbrauchsanlagen 130 bemängelt werden. 7 Anlagen mussten sogar stillgelegt werden. Überwiegend sind die Anlagen nicht regelmäßig gewartet worden, Gasschläuche waren undicht oder porös. Es fehlten die erforderlichen gewerblichen Druckminderer und Schlauchbruchsicherungen. In 44 der überprüften Betriebe waren die gesetzlich vorgeschriebenen Fettbrandlöscher nicht vorhanden. 16 Anlagen wiesen zudem Mängel an den ortsfesten elektrischen Anlagen auf.
Günter Schiermann und Leo Kronenfeld, Arbeitsschützer bei der Bezirksregierung Münster haben auch heute (25. Oktober) bei einer präventiven Überprüfung auf dem Send in Münster gravierende Mängel entdeckt, die zu folgenschweren Unfällen hätten führen können. In der Kürze der Zeit wurden fünf Anlagen geprüft. In einem Bierzelt war eine 33 Kilogramm-Propangasflasche nicht durch den erforderlichen Stahlschrank gesichert. Ein weiterer Betreiber hatte vier für den gewerblichen Gebrauch nicht genehmigte Terrassenstrahler aufgestellt. Diese sind für eine dauerhafte Nutzung jedoch nicht geeignet. Beide Anlagen wurden stillgelegt. An einem Stand für Kartoffelpuffer fehlte der Fettbrandlöscher, an einem weiteren Imbissstand waren die Propangasflaschen in einem Container zusammen mit Abfällen und Getränkekisten gelagert. Nur in einem Fall wurden keine Mängel festgestellt.
"Die Anlagen zu überprüfen ist meine Hauptaufgabe. Gleichzeitig möchte ich den Betreibern aber auch bewusst machen, was im Ernstfall passieren kann, wenn sie ihre Propangasanlagen nicht regelmäßig warten lassen, ein falscher Druckminderer verwendet wird oder die vorgeschriebenen Fettbrandlöscher fehlen", erklärt Schiermann. "Wenn ich das Bewusstsein über die Gefahren geweckt habe, ist schon viel erreicht. Wir wollen niemanden ärgern, wir wollen nur Sicherheit".
25.10.2007

