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Mit Fachwissen und Kreativität dem Problem auf der Spur
Die Teilnehmer der Matheakademie auf der Abschlussveranstaltung vor dem GAD-Gebäude in Münster
Von rechnenden Hunden und virtuellen Marienkäfern bis zu versteckten Russen und unehrlichen Würfeln
Münster. "Mathematik ist die perfekte Methode, sich selbst an der Nase herum zu führen", brachte es Albert Einstein auf den Punkt. 97 Schüler der gymnasialen Oberstufe aus ganz Nordrhein-Westfalen begaben sich Anfang der Woche auf Einsteins Spuren und konnten ihrem mathematischen Interesse freien Lauf lassen. Heute (24. August) endet die einwöchige 7. Schülerakademie für Mathematik und Informatik in Münster (SMIMS). Die von der Bezirksregierung Münster initiierte Akademie gab den Schülern die Möglichkeit, in 18 kleinen Projektgruppen unterschiedliche computergestützte Lösungen zu erarbeiten, die thematisch, in Schwierigkeitsgrad und Komplexität weit über den schulischen Fachunterricht hinausgehen. Die Projektideen reichten dabei von einer Neuprogrammierung des Strategiespiels Mühle über den virtuellen Marienkäfer "Kara" bis zur Kontrolle von Rechenaufgaben durch den Roboterhund "Aibo".
Klaus Dingemann, verantwortlicher Akademieleiter und Schuldezernent bei der Bezirksregierung Münster zeigte sich zufrieden mit den erarbeiteten Ergebnissen: "Die Schüler waren überaus engagiert bei der Sache und haben teilweise bis zum späten Abend gearbeitet. Die erzielten Ergebnisse können sich sehen lassen."
Die Ausschreibung zur Schülerakademie wurde an 839 Gymnasien und Gesamtschulen in ganz Nordrhein-Westfalen verschickt. Aus 236 positiven Rückmeldungen von Schülern wurden die 97 Teilnehmer für die diesjährige Schülerakademie ausgewählt. Diese sind für eine Woche vom Schulunterricht befreit worden, um gemeinsam im Gästehaus am Aasee in Münster zu leben und zu arbeiten. Neben der Arbeit in Kleingruppen erhielten sie in Vorträgen Anregungen für mögliche Ausbildungswege im Bereich Mathematik und Informatik.
Die Projektarbeit wurde ergänzt durch kulturelle und soziale Aktivitäten in Münster. So wurden die Schüler vom Bürgermeister der Stadt Münster im Friedenssaal des Rathauses am Prinzipalmarkt empfangen und schauten sich gemeinsam die Werke der Ausstellung Skulptur-Projekte 2007 an.
Die Volksbanken und Raiffeisenbanken in Rheinland und Westfalen trugen dieses Projekt finanziell und unterstützten auch die Umsetzung. Die für die Arbeit notwendigen Computer stellte die Firma "„citeq-Informations-Technologie für Kommunen" zur Verfügung.
"Wir hoffen, dass die beteiligten Sponsoren, denen wir zu großem Dank verpflichtet sind, sich auch im nächsten Jahr wieder beteiligen werden, damit die Schülerakademie eine feste Institution in Münster bleiben kann", wünschte sich Klaus Dingemann zum Ende der diesjährigen Veranstaltung.
24.08.2007

