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Netzwerk für sichere Straßen

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Netzwerk verkehrssicheres NRW gegründet

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Münster. Um die Straßen im Regierungsbezirk Münster sicherer zu machen und die Zahl der Unfallopfer zu verringern, haben über 70 Kreise und Kommunen ein "Netzwerk Verkehrssicheres Nordrhein-Westfalen im Regierungsbezirk Münster" gegründet. Die Gründungsurkunde wurde am Freitag am Domplatz von Landräten, Bürgermeistern und Vertretern der Kommunen im Beisein von Regierungspräsident Dr. Peter Paziorek und Gert Reschke aus dem Landesverkehrsministerium unterzeichnet.

Im ersten Halbjahr 2007 starben bereits 370 Menschen auf nordrhein-westfälischen Straßen. Die Gesamtzahl der Verkehrsunfälle stieg um vier Prozent auf 281.434. Paziorek bezeichnete Verkehrssicherheit als eine gemeinsame und dringliche Aufgabe: "Hinter jedem Verkehrsunfall steht ein persönliches Schicksal. Jeder Getötete im Straßenverkehr ist einer zu viel.

Leben und Gesundheit sind unsere höchsten Rechtsgüter. Verkehrssicherheit betrifft jeden und alle. Verkehrssicherheit ist auch Ausdruck von Lebensqualität in unseren Städten und Gemeinden."

Das Land Nordrhein-Westfalen hat sich zum Ziel gesetzt, die Zahl der im Straßenverkehr Getöteten bis zum Jahr 2015 um die Hälfte zu senken. Es sollen noch mehr gemeinsame Anstrengungen unternommen werden, die Straßen für die Verkehrsteilnehmer sicherer zu gestalten. Das Netzwerk will die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen lokalen und regionalen Akteuren rund um Verkehrsplanung und -Sicherheit stärken. Dazu gehören Polizei, Verkehrswacht, lokale Verkehrsunternehmen, Schulbehörden und Schulen, Kinderinteressenverbände, Seniorenverbände, Behindertenvertretungen, Betriebe und anderen Institutionen. Verkehrssicherheitsarbeit soll künftig hierarchieübergreifend noch mehr dort ansetzen, wo die Einflussmöglichkeiten auf die Gefahren im Straßenverkehr am größten sind, also "vor Ort" in den Kommunen, zum Beispiel in Form von "Runden Tischen Verkehrssicherheit".

Zugleich sind ein interkommunaler und regionaler Erfahrungs- und Ideenaustausch geplant. Die Netzwerkmitglieder sollen bei ihrer Verkehrsplanung voneinander lernen, Erfahrungen sammeln und austauschen, gemeinsam Ideen entwickeln und Projekte umsetzen. "Innovative Lösungen, vor allem zum Schutz der schwächeren Verkehrsteilnehmer, sollen möglichst unbürokratisch und bürgernah in die Tat umgesetzt werden", forderte der Regierungspräsident. Dazu gehöre auch der Abbau des allseits beklagten "Schilderwaldes".

Zur Erleichterung der interkommunalen Zusammenarbeit im regionalen Netzwerk wird eine vom Land NRW personalkostenmäßig geförderte Koordinierungsstelle eingerichtet. Sie wird organisatorisch an die Stadt Dülmen als "Gastgeberkommune" angebunden.

Die Netzwerkidee wurde vom Verkehrsdezernat der Bezirksregierung Münster im Rahmen einer Auftaktveranstaltung bereits im Juni dieses Jahres vorgestellt.

Sie erntete in den Kommunen eine große Zustimmung und hohe Mitwirkungsbereitschaft. Dies belegt den hohen Stellenwert der Verkehrssicherheitsarbeit sowohl im Emscher-Lippe-Raum als auch im Münsterland.

16.11.2007

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