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Bezirksregierung Münster zeigt Ausstellung der Gesamtschule Gelsenkirchen-Horst
Die Schüler der Gesamtschule Gelsenkirchen Horst, eingerahmt von Dietrich Scholle von der Bezirksregierung Münster (ganz links) und Projektleiterin Sabine Cristea (ganz rechts)
Münster/Gelsenkirchen. "Dialog der Kulturen", so lautet das Motto des letztjährigen Schülerwettbewerbs "Begegnung mit Osteuropa". Unsere sich stark wandelnde Welt mit unterschiedlichen Traditionen und Kulturen, Spannungen und Konflikten erfordert den ständigen Dialog der Menschen untereinander. Gerade im Umgang mit dem Fremden und Neuen ist Offenheit unabdingbar. Im Blick auf Europa ist es wichtig, die kulturelle Vielfalt kennen zu lernen und sich der eigenen Erfahrungen und Positionen bewusst zu werden. Verschiedenheit kann abwechslungsreich und bunt sein. Unterschiede bieten Chancen, voneinander zu lernen und miteinander zu leben, zu sprechen, zu spielen und füreinander einzutreten, um ein Wir-Gefühl sowie Toleranz und Respekt zu erzeugen.
Zwölftklässler des Leistungskurses Deutsch der Gesamtschule Gelsenkirchen-Horst haben unter der Leitung ihrer Deutschlehrerin Sabine Cristea in Zusammenarbeit mit Maria Schulte-Coerne vom Fach Sozialwissenschaften die Herausforderung angenommen, sich mit der Kultur des neuen EU-Beitrittslandes Rumänien auseinander gesetzt und sind als einer der Landessieger hervorgegangen. Ihr Anspruch war, das eigene Wissen über die Lebensweisen der Menschen in Südosteuropa zu erweitern und gleichzeitig Verständnis zu erzeugen. "Explore identity", so lautet der Titel der so entstandenen Ausstellung, die aus Bild-Text-Kombinationen besteht und zu der mehrere Radiobeiträge gehören.
Zu Beginn des Projektes wurden unter dem Arbeitstitel "Bilder im Kopf" klischeehafte Vorstellungen gesammelt, die beim Stichwort Rumänien spontan in den Sinn kommen. Sich diese "Bilder im Kopf" bewusst zu machen und eine Möglichkeit der künstlerischen Darstellung zu finden, war Ausgangspunkt für die Teilnahme am Wettbewerb und zugleich Triebfeder für die weitere Arbeit.
Danach haben sich die Schüler konkreter mit dem Land und seinen Menschen auseinander gesetzt. Für die ersten realen Eindrücke lagen den Schülern Fotos vor, die vom Lehrer und Fotografen Uli Gröning im Herbst 2006 auf dem Land, in einer Kleinstadt, in der europäischen Kulturhauptstadt 2007 Sibiu (Hermannstadt) und in Brasov (Kronstadt) aufgenommen wurden.
Die Schüler wählten sich Fotos aus, die sie mit eigenen Gedichten, erzählenden Texten oder weiteren Illustrationen ergänzten. Auf diese Weise entstanden die individuellen Bild-Text-Kombinationen, die das Herzstück der Ausstellung bilden. Diese Arbeiten konnten jedoch nur durch die Auseinandersetzung mit den sozialwissenschaftlichen Hintergründen Rumäniens gelingen. Mit diesen Fakten wurden auch unterschiedliche Hörszenen im Tonstudio produziert, die im Januar dieses Jahres im Rahmen des Projektes als Radiobeiträge gesendet wurden.
Für einen weiteren Teil des Wettbewerbsbeitrages haben die deutschen Schüler Fotos, die den Strukturwandel der eigenen Region darstellen und Einblicke in die eigenen Lebensumstände geben, zum Johannes-Honterus-Gymnasium nach Brasov geschickt. Diese wurden dort durch eine rumänische Projektgruppe ebenfalls bewertet und bilden einen wichtigen Beitrag zum deutschen Wettbewerbsbeitrag.
Nach der intensiven Auseinandersetzung mit dem gemeinsamen Thema wurde Ende Mai ein erstes Treffen zwischen den Schülern beider Länder organisiert, um vor Ort in Rumänien die Lebensumstände beurteilen und die Arbeitsergebnisse überprüfen zu können. Dieses Treffen verlief äußerst harmonisch und erfolgreich. Weitere Treffen zu gemeinsamen Projekten sind daher schon in Vorbereitung.
Die Ausstellung, die von Leitender Regierungsschuldirektor Dietrich Scholle eröffnet wurde, ist noch bis zum 21. September 2007 von montags bis freitags in der Zeit von 8.30 Uhr bis 15.30 Uhr im Gebäude der Bezirksregierung Münster, Albrecht-Thaer-Straße 9, 48147 Münster zu besichtigen.
16.08.2007

