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Im Wald wird's brenzlig

Auf Wandbrandbekämpfung aus der Luft gut vorbereitet

Auf Wandbrandbekämpfung gut vorbereitet

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Hauptbrandmeister Heinz Terlutter steuert vom Feuerwehrtransporter das Abseilen des Löschwasser-Außenlastbehälters. Kollege Frank Überfeld sorgt für die "passende" Landung.

Münster. Das sonnige und trockene Frühlingswetter lockt die Menschen in die Natur und treibt den Feuerwehrleuten im Regierungsbezirk einige Sorgenfalten auf die Stirn. Denn mit den Temperaturen ist in den vergangenen Tagen auch die Waldbrandgefahr im Münsterland und in der Emscher-Lippe-Region nach oben geschnellt. Das Risiko wurde deutlich verschärft, weil nach "Kyrill" an vielen Stellen noch große Mengen trockene Äste und Reisig liegen. Ein Feuer kann rasch außer Kontrolle geraten. Der Deutsche Wetterdienst hat für den Bezirk bereits teilweise die zweithöchste Warnstufe für Brandgefahr "Stufe 4" ausgegeben.

Die Bezirksregierung Münster hat deshalb am Freitag vorsorglich durch die Feuerwehr vier riesige runde, so genannte "Löschwasser-Außenlastbehälter" zur Lützow-Kaserne der Bundeswehr in Münster-Handorf bringen lassen. Sie fassen je 5000 Liter Wasser. Die Feuerlöschbehälter können im Ernstfall von Bundeswehr-Transporthubschraubern des Typs Sikorsky CH-53 vom Heeresfliegerregiment Rheine aus dem Schwebeflug an den Haken genommen werden. Mit der Wasserlast unter dem Rumpf fliegt der Hubschrauber dann zu Waldbränden, die auf dem Landweg nur schwer zu bekämpfen wären. Das Löschwasser-Fass hat eine Bodenklappe, die vom Helikopter aus mit Hilfe einer Druckluftleitung gezielt über dem Feuer geöffnet wird. Die Waldbrandbekämpfung aus der Luft ist äußerst effektiv, gilt aber auch als sehr riskant, da durch die Hitzeentwicklung heftige Aufwinde herrschen und die Sicht durch den Rauch stark eingeschränkt wird. Die Hubschrauber füllen die Wasserbehälter meist in offenen Gewässern wieder auf. Diese Löschwasser-Behälter wurden durch die Bezirksregierung jetzt zum ersten Mal bereitgestellt. Für den Notfall bleiben sie bis zum Herbst, wenn die Waldbrandgefahr wieder gesunken ist, auf dem Gelände der Lützow-Kaserne stehen.

Der Einsatz der Lasthubschrauber-Wasserfass-Gespanne ist nicht auf den Regierungsbezirk beschränkt. Bei Bedarf können die Löschhubschrauber auch bundesweit und sogar EU-weit angefordert werden.

Damit es aber erst gar nicht zu einem Wandbrand kommt, erinnert die Bezirksregierung daran, dass von März bis Oktober ein generelles Rauchverbot im Forst gilt. Offenes Feuer und Grillen sind in Waldstücken natürlich ebenfalls verboten. Die Experten der Bezirksregierung bitten die Bevölkerung außerdem um besondere Aufmerksamkeit. Flaschen können wie Brenngläser wirken und dürfen nicht weggeworfen werden. Glasscherben sollten aufgehoben werden.

Im Regierungsbezirk liegen rund 130.000 Hektar Waldgebiete. Überwachungsflüge zur frühzeitigen Entdeckung von Waldbränden hat die Bezirksregierung bis jetzt allerdings noch nicht angeordnet.

13.04.2007

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