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Klärschlammplätze in der Emscher-Lippe-Region saniert

Klaerschlammplatz_klein

Ortstermin am geräumten Klärschlammplatz der Kläranlage Dattelner Mühlenbach: Dr. Detlef Düputell, Dr. Lutz Gärtner, Matthias Exner (Lippeverband), Andrea Düssler (Bezirksregierung Münster(BR)), Dr. Angelika Kraft (Lippeverband) und Andreas Koch (BR)

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Münster. Die Bezirksregierung Münster hat im Jahr 2001 gemeinsam mit dem Lippeverband und der Emschergenossenschaft ein Projekt zur Sanierung von Altschlammplätzen auf Kläranlagen begonnen, dass nunmehr erfolgreich abgeschlossen werden konnte.

Bei der Abwasserreinigung fallen auf Kläranlagen Klärschlämme an. Diese Schlämme wurden in der Vergangenheit auf so genannte "Schlammplätze" abgelagert. Ein Auswaschen von Schadstoffen aus den gelagerten Schlämmen in das Grundwasser war nicht völlig auszuschließen.

Die Bezirksregierung Münster und die beiden Verbände Lippeverband und Emschergenossenschaft zogen jetzt Bilanz:

Im Regierungsbezirk Münster wurden 19 bestehende alte Klärschlammplätze untersucht und geräumt oder saniert. 500.000 Kubikmeter Klärschlämme wurden bewegt, um das Grundwasser und die Umweltqualität an den betroffenen Standorten dauerhaft zu sichern.

Zwölf dieser Altschlammplätze an den Kläranlagenstandorten Datteln-Ahsen, Waltrop, Dattelner Mühlenbach, Herten-Westerholt, Marl-West, Mark-Lenkerbeck, Haltern, Gelsenkirchen-Picksmühlenbach und Bottrop-Bernemündung wurden komplett geräumt.

Zwei Schlammplätze auf dem Gelände der Zentralen Schlammbehandlungsanlage der Emschergenossenschaft in Bottrop werden zurzeit geräumt. Die Schlämme werden in der Verbrennungsanlage der Emschergenossenschaft entsorgt.

Bei fünf Altschlammplätzen in Recklinghausen-Suderwich, Recklinghausen-Süd-Ost, Gelsenkirchen-Altstadt, Gelsenkirchen-Hafen-Hugo und Gelsenkirchen-Schwarzbachmündung sind keine weiteren Maßnahmen erforderlich.

Zwei Klärschlammdeponien in Gelsenkirchen und Datteln sind entsprechend dem neuesten Stand der Technik verfüllt worden und werden derzeit rekultiviert. Die Oberfläche wurde abgedichtet, um die Neubildung von Sickerwasser dauerhaft zu verhindern.

Die frei gewordenen Flächen können in Zukunft beispielsweise wieder landwirtschaftlich genutzt werden oder wie bei der Kläranlage in Datteln-Mühlenbach als Flutmulde für den Hochwasserschutz der Lippe.

Der erfolgreiche Abschluss des Projekts ist ein gutes Beispiel dafür, wie durch gute und intensive Zusammenarbeit zwischen den Verbänden als Kläranlagenbetreiber, Bezirksregierung, Standortgemeinden und Fachbehörden die Umweltqualität verbessert werden konnte.

11.09.2007

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