Amtliche Bekanntmachung

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Bewirtschaftungsplanung zum Gewässerschutz und zur Gewässerentwicklung an den Ijsselmeer-Zuflüssen in NRW

Münster/Borken. Wasserwirtschaft, Naturschutz, Landwirtschaft, Angler, Industrie, Gewerbebetriebe, Waldbauern - das sind nur einige der zahlreichen Gruppen, die ein Wort mitzureden haben, wenn es um den Schutz und die Verbesserung des Grundwassers, der Flüsse, Bäche und Seen im Einzugsgebiet der Steinfurter Aa, der Vechte, der Dinkel, der Hegebeck, der Ahauser Aa, der Berkel, der Schlinge, der Bocholter Aa und der Issel, also den Ijsselmeer-Zuflüssen in Nordrhein-Westfalen geht.

Bis Ende 2008 sollen alle Meinungen, Ideen, Planungen und Anregungen von Interessengruppen dazu gehört und erörtert werden. Im Ergebnis wird dann ein Plan für die Bewirtschaftung unserer Gewässer entstehen, der möglichst effizient zum „guten Zustand“ der Gewässer führt.

Zur Information über die laufenden Prozesse und Beteiligungsmöglichkeiten zur Bewirtschaftungsplanung lädt die Bezirksregierung Münster alle Interessierten am Donnerstag, 8. November um 9.00 bis 14.00 Uhr zum Gebietsforum in den Großen Sitzungssaal des Kreishauses Borken, Burloer Straße 93 in Borken ein.

Gewässerschutz und ökologische Aufwertung unserer Gewässer sind notwendig, darüber sind sich alle einig. Die EG-Wasserrahmenrichtlinie fordert europaweit einen guten Zustand der Gewässer und entsprechende Bewirtschaftungspläne.

In Nordrhein-Westfalen haben das Land, die Kommunen, Industrie, Landwirtschaft, der Naturschutz, die Wasserversorger und Wasserentsorger, um nur einige zu nennen, bereits in der Vergangenheit im Interesse der Umwelt und der Bürgerinnen und Bürger hierzu viel geleistet und erreicht. Es gibt aber noch einiges zu tun, vor allem im Bereich der Gewässerökologie.

Von vitalen Gewässern profitieren nicht nur das Ökosystem „Gewässer“, sondern auch die Menschen. Dazu müssen, wo immer dieses möglich ist, barrierefreie Flüsse gestaltet, Lebensräume für Pflanzen und Tiere verbessert, das Wasser sauberer gemacht und somit erlebnisreiche, lebenswerte Gewässer entwickelt werden. Einige Wehre konnten bereits zurückgebaut oder Uferverbau beseitigt werden.

Auch Aktionen der Land- und Forstwirtschaft können den Zustand der Gewässer optimieren. Wie gehandelt werden muss, in welcher Reihenfolge, und wer, das wird in den nächsten Monaten gemeinsam mit verschiedenen Akteuren und Interessensgruppen erörtert und vereinbart. Dazu werden im ganzen Land NRW im Oktober und November 2007 von den Bezirksregierungen Informationen über den laufenden Planungsprozess und über Beteiligungsmöglichkeiten auf Gebietsforen vorgestellt.

Ab Januar 2008 findet dann eine weitergehende Beteiligung von Interessenvertretungen an Runden Tischen statt. Für das Einzugsgebiet der Ijsselmeer-Zuflüsse in Nordrhein-Westfalen wird es diese Gremien in den Regionen

geben.

Aus den Ergebnissen, die für die verschiedenen Flussgebiete in Nordrhein-Westfalen erzielt werden, stellt das Umweltministerium dann bis Ende 2008 einen „Entwurf für einen Bewirtschaftungsplan“ zusammen, der mit den Plänen der Anlieger von Rhein, Weser, Ems und Maas abgestimmt ist. Alle Bürgerinnen und Bürger können zu diesem Plan im Jahr 2009 Stellung nehmen, bevor er dann Ende 2009 von der Landesregierung verabschiedet wird.

08.11.2007

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