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Kräfte bündeln für Wettbewerb um Fördermittel
"Bürgermeisterrunde" von links nach rechts: Volker Lindner, 1. Beigeordneter Stadt Herten, Klaus Strehl, Bürgermeister Stadt Bottrop, Petra Weiß, 1. Beigeordnete Stadt Datteln, Peter Noetzel, Oberbürgermeister Stadt Bottrop, Jochen Welt, Landrat Kreis Recklinghausen, Dr. Ingo Westen, Aufsichtsratsvorsitzender der WiN Emscher-Lippe GmbH, Uta Heinrich, Bürgermeisterin Stadt Marl, Dr. Peter Paziorek, Regierungspräsident Bezirksregierung Münster, Frank Baranowski, Oberbürgermeister Stadt Gelsenkirchen, Ulrich Roland, Bürgermeister Stadt Gladbeck, Anne Heck-Guthe, Bürgermeisterin Stadt Waltrop, Johannes Beisenherz, Stadt Castrop-Rauxel, Lambert Lütkenhorst, Bürgermeister Stadt Dorsten
Emscher-Lippe-Konferenz tagte in Bottrop mit dem neuen Regierungspräsidenten Dr. Peter Paziorek.
Als eine seiner ersten Amtshandlungen in der Emscher-Lippe-Region moderierte der neue Regierungspräsident Dr. Peter Paziorek heute (7. September) die Emscher-Lippe-Konferenz im Lokschuppen in Bottrop. An der Emscher-Lippe-Konferenz nahmen etwa 100 Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Verbänden, Wissenschaft und Forschung, Kammern, Arbeitsagenturen und Kommunen teil.
Etwa 20.000 vom Bergbau abhängige Arbeitsplätze werden in der Region in den kommenden Jahren durch die Beschlüsse zum Steinkohlebergbau entfallen. Vor diesem Hintergrund haben die Städte, Bottrop und Gelsenkirchen, der Kreis Recklinghausen mit seinen zehn Städten, Kammern, Verbände und Unternehmen eine gemeinsame regionale Handlungsstrategie 2020 entwickelt, die in der Emscher-Lippe-Konferenz vorgestellt und mit großer Mehrheit verabschiedet wurde.
Kernkompetenzen
In insgesamt 17 Wettbewerben werden das Land Nordrhein-Westfalen und die EU über die sogenannte Ziel-2-Förderung bis zum Jahr 2013 landesweit etwa 2,2 Milliarden Euro für neue Projekte bereitstellen. Für ihre künftige Entwicklung setzt die Emscher-Lippe-Region vor allem auf ihre Stärken in den Branchen Chemie, Energie und Gesundheitswirtschaft. Schon heute ist die Region in den Branchen Chemie und Energie federführend für das gesamte Ruhrgebiet. Gemeinsam mit den regionalen Unternehmen werden entsprechende Wettbewerbsbeiträge für das neue EU-Ziel-2-Förderprogramm erarbeitet.
Flächenentwicklung
Für die Ansiedlung von Unternehmen und für den Wohnungsbau werden neue Flächen gebraucht. Die Reaktivierung von Brachflächen wird dabei weiterhin ein wichtiger Baustein sein. Die neuen Gewerbe- und Industrieflächen sollen gemeinsam mit der Ruhrkohle und dem Land entwickelt werden. Dabei strebt die Region interkommunale Flächenprojekte an.
Angespannte finanzielle Lage
Kopfzerbrechen bereitet den Kommunen im Emscher-Lippe-Raum ihre angespannte finanzielle Lage. Sie wissen nicht, wie sie die geforderten Eigenanteile für Förderprojekte bereitstellen können. Hier setzt die Emscher-Lippe-Region aber auf das Versprechen des Ministerpräsidenten, dass kein Projekt an der Frage der Eigenmittel scheitern dürfe.
Neue Ausbildungsplätze
Der beschlossene Kohleausstieg hat natürlich auch erhebliche Auswirkungen auf das Ausbildungsangebot. Im Bergbau wird kein Nachwuchs mehr gesucht. Gemeinsam mit den Unternehmen vor Ort und den Städten sollen in Zusammenarbeit mit Bund und Land zusätzliche Ausbildungspotenziale erschlossen werden.
Der Regierungspräsident Dr. Peter Paziorek resümierte, dass die Emscher-Lippe-Region sehr gut für die neue Struktur- und Förderpolitik des Landes aufgestellt sei. Er versprach, der Landesregierung über die Ergebnisse der Konferenz und die Wünsche der Emscher-Lippe-Region zu berichten.
07.09.2007


