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Ausbildung zum Fachinformatiker bei der Bezirksregierung Münster
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Benjamin Bautz arbeitet im Serverraum der Bezirksregierung Münster |
Bernd Holtkamp schraubt an einem Computer in der "Werkstatt" der Bezirksregierung Münster. |
Münster. "Für diesen Beruf würde ich auch nach Indien gehen", sagt der computervernarrteBenjamin Bautz mit voller Überzeugung. Er ist im dritten Jahr seiner Ausbildung zum Fachinformatiker mit der Fachrichtung Systemintegration. Den Weg zum Domplatz fand der 28-jährige über einige Seitenpfade. Nach dem Abitur hat er Psychologie, Politik- und Kommunikationswissenschaft studiert. Durch einen Nebenjob in dem Bereich Kundenbetreuung beim Online Banking ist seine Leidenschaft für die Informatik geweckt worden. Daraufhin hat er sich gezielt bei der Bezirksregierung beworben. Ihm ist die Betreuung der Mitarbeiter direkt am Arbeitsplatz immer besonders wichtig gewesen.
"In diesem Beruf ist lebenslanges Lernen praktisch vorprogrammiert, da sich die Computerprogramme ständig ändern", sagt der Münsteraner und freut sich schon auf das Fernstudium der Wirtschaftsinformatik nach seiner Ausbildung. "Das Arbeitsfeld des Fachinformatikers ist vielseitig und während der Ausbildung werden ganz verschiedene Bereiche durchlaufen, von der Technik und der Anwenderbetreuung, über die Verwaltung von Rechten bis hin zu Projektrealisationen", lässt er Revue passieren. Kurz vor seiner Abschlussprüfung steht jedoch vor allem seine Projektarbeit an erster Stelle. Dabei hat sich Bautz, der auch Vorsitzender der Jugend- und Auszubildendenvertretung (JAV) der Bezirksregierung Münster ist, viel vorgenommen. Er möchte einen mobilen Arbeitsplatz schaffen, auf den man von jedem Punkt der Erde aus zugreifen kann.
Diese Gedanken haben beiBernd Holtkamp noch ein wenig Zeit. Nachdem sein Interesse an der Informatik schon durch den Umgang mit dem Internet geweckt wurde, hat er sein Abitur mit dem Schwerpunkt Datenverarbeitungstechnik gemacht. Bei den anschließenden Bewerbungen war die Bezirksregierung Münster seine erste Wahl, denn "in einem so großen Betrieb, kann man besonders viel lernen und ausprobieren", erklärt Holtkamp. Jetzt ist der Technikbegeisterte im zweiten Lehrjahr. Dem 20-jährigen gefallen die abwechslungsreichen Arbeitsgebiete besonders gut. Das gute Arbeitsklima zeichnet den Arbeitsplatz ebenfalls aus, lobt der Fachinformatiker. Beispielsweise installiert er Rechner neu, bespielt sie mit neuen Programmen, vergibt bestimmte Nutzerrechte oder repariert beschädigte Drucker mit Schraubenzieher und Lötkolben. Der Beruf des IT-Fachmanns ist gerade in einem großen Haus wie der Bezirksregierung unverzichtbar, denn es ist wichtig, alle Arbeitsplätze zu koordinieren und das Netzwerk störungsfrei und funktionsfähig zu halten, erzählt der Billerbecker.
Zum 1. August begannen neun Auszubildende ihre Ausbildung in der Bezirksregierung Münster. Vier davon sind jetzt neue Kollegen von Benjamin und Bernd und werden von ihnen für ihre künftigen Aufgaben eingearbeitet. Die übrigen fünf neuen Auszubildenden werden in der Bezirksregierung Münster zu Chemielaboranten und einer Mediengestalterin ausgebildet.
07.09.2007



