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400. Stiftung im Regierungsbezirk Münster gegründet

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Regierungspräsident Dr. Peter Paziorek (l.) überreicht Anerkennungsurkunde an Dr. Angelika Kordfelder im Beisein von Dr. Mechthild Beilmann-Schöner (r.) und Helmut Lechte.

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Münster/Rheine. Als 400. Stiftung im Regierungsbezirk Münster ist jetzt die Museumsstiftung Rheine gegründet worden. Im Gebiet der Stadt Rheine ist es nun die achte Stiftung. Sie hat in ihrer Satzung festgelegt, Kunst und Kultur, Bildung und Erziehung, Wissenschaft und Forschung zu fördern. Insbesondere setzt sie sich für die Städtischen Museen Rheine ein.

Regierungspräsident Dr. Peter Paziorek hat am Mittwoch (5. Dezember) die Urkunde über die Anerkennung der Stiftung an die Bürgermeisterin der Stadt Rheine, Dr. Angelika Kordfelder, überreicht. An dem Termin nahmen auch Dr. Mechthild Beilmann-Schöner, Leiterin der Städtischen Museen, und Helmut Lechte, einer der Initiatoren der Stiftung und pensionierter Leiter des Kulturamtes teil.

"Ich freue mich, dass die Stadt Rheine mit der Stiftung ein zusätzliches Fundament erhält, um Kunst und Kultur zu bewahren und zu fördern", betonte der Regierungspräsident bei der Urkundenübergabe. "Die Städtischen Museen werden mit der finanziellen Grundlage langfristig ihre Werte erhalten und erweitern können."

Ziel der Museumsstiftung ist, Kunst zu sammeln, zu bewahren, zu erforschen und zu vermitteln. Mit den jährlichen Erträgen sollen beispielsweise Ausstellungen gefördert, Forschungsprojekte unterstützt und museumspädagogische Programme initiiert werden. Die Basis für diese Aufgaben ist das Erbe von Katharina Assaulenko und Grete Paeßens-Wenzel.

Katharina Assaulenko vermachte der Stadt Rheine die Kunstwerke ihres Mannes, Alexej Assaulenko (1913-1989). Er bevorzugte die gegenständliche Malerei. Das Hauptgewicht seines Schaffens lag auf Landschaft- und Portraitmalerei. Nach seinem Tod bildete die Stadt Rheine mit Unterstützung der Nordrhein-Westfalen-Stiftung und mit Hilfe privater Spender ein Startkapital für die Assaulenko-Stiftung. Diese war darauf ausgelegt, zunächst eine Rente für die Witwe des Künstlers zu leisten. Im Gegenzug verpflichtete sich Katharina Assaulenko, der Stadt die Gemälde ihres Ehemannes zu hinterlassen. Nach ihrem Tod beschloss die Stadt, das Kapital aus der Assaulenko-Stiftung in die Museumsstiftung zu überführen.

Die zweite Stifterin, Grete Paeßens-Wenzel, hinterließ der Stadt Rheine für das Falkenhofmuseum den künstlerischen Nachlass ihres Vaters, Karl Wenzel (1887-1947) und ihres Großvaters Ludwig Wenzel (1852-1920). Beide waren Kunstmaler. Ludwig Wenzel ist in Rheine vor allem durch den Heiligenzyklus bekannt, mit dem er die Alte Sakristei in der Stadtkirche St. Dionysius ausgemalt hat. Karl Wenzel schmückte die Taufkapelle der Basilika in Rheine mit Szenen aus dem Leben des Antonius von Padua und mit reichhaltigen Ornamenten. Zeit seines Lebens fertigte er Stadtansichten von Rheine und malte Landschaften und Portraits. Mit den Kunstwerten vererbte Paeßens-Wenzel der Stadt Rheine eine Immobilie. Ihr testamentarischer Wille war, dass der Erlös aus dessen Verkauf dem Falkenhofmuseum und dem Museum Kloster Bentlage zugute kommt.

Das in die nun gegründete Stiftung eingebrachte Gesamtvermögen ist in seinem Wert in voller Höhe zu erhalten. Es kann durch Zuwendungen Dritter erhöht werden.

05.12.2007

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