Amtliche Bekanntmachung

Sie sind hier:

 

Bewirtschaftungsplanung zum Gewässerschutz und zur Gewässerentwicklung an der Emscher

Münster/Recklinghausen. Wasserwirtschaft, Naturschutz, Bergbau, Industrie, Gewerbebetriebe, Handel und Logistik, Landwirtschaft, Freizeitnutzer und Waldbauern - das sind nur einige der zahlreichen Gruppen, die ein Wort mitzureden haben, wenn es um den Schutz und die Verbesserung des Grundwassers, der Flüsse, Bäche und Seen im Teileinzugsgebiet der Emscher geht.

Bis Ende 2008 sollen alle Meinungen, Ideen, Planungen und Anregungen von Interessengruppen dazu gehört und erörtert werden. Im Ergebnis wird dann ein Plan für die Bewirtschaftung unserer Gewässer entstehen, der möglichst effizient zum "guten Zustand" der Gewässer führt.

Zur Information über die laufenden Prozesse und Beteiligungsmöglichkeiten zur Bewirtschaftungsplanung lädt die Bezirksregierung Münster alle Interessierten am Dienstag, 6. November um 9.00 bis 13.30 Uhr zum Gebietsforum in den Großen Sitzungssaal des Kreishauses Recklinghausen, Kurt-Schumacher-Allee 1 in Recklinghausen ein.

Gewässerschutz und ökologische Aufwertung unserer Gewässer sind notwendig, darüber sind sich alle einig. Die EG-Wasserrahmenrichtlinie fordert europaweit einen guten Zustand der Gewässer und entsprechende Bewirtschaftungspläne.

In Nordrhein-Westfalen haben das Land, die Kommunen, Industrie, Landwirtschaft, der Naturschutz, die Wasserversorger und Wasserentsorger, um nur einige zu nennen, bereits in der Vergangenheit im Interesse der Umwelt und der Bürgerinnen und Bürger hierzu viel geleistet und erreicht. Es gibt aber noch einiges zu tun, vor allem im Bereich der Gewässerökologie der Emscher.

Von vitalen Gewässern profitieren nicht nur das Ökosystem "Gewässer", sondern auch die Menschen. Dazu müssen, wo immer dieses möglich ist, barrierefreie Flüsse gestaltet, Lebensräume für Pflanzen und Tiere verbessert, das Wasser sauberer gemacht und somit erlebnisreiche, lebenswerte Gewässer entwickelt werden. An den Nebengewässern der Emscher mit hohem Wiederbesiedlungspotential können hier nach der Fertigstellung des Emscherhauptkanales sicherlich noch bedeutsame Potentiale erschlossen werden.

Auch Aktionen bei der Einleitung von Schmutzwasser können den Zustand der Emscher optimieren. Wie gehandelt werden muss, in welcher Reihenfolge, und wer, das wird in den nächsten Monaten gemeinsam mit verschiedenen Akteuren und Interessensgruppen erörtert und vereinbart. Dazu werden im ganzen Land NRW im Oktober und November 2007 von den Bezirksregierungen Informationen über den laufenden Planungsprozess und über Beteiligungsmöglichkeiten auf Gebietsforen vorgestellt.

Im Gebietsforum der Bezirksregierung Münster, das gemeinsam mit der Emschergenossenschaft Essen veranstaltet wird, sollen diese Gestaltungs- und Beteiligungsprozesse und die Entwicklung der Programme abgestimmt werden. Ab Januar 2008 findet dann eine weitergehende Beteiligung von Interessenvertretungen an Runden Tischen statt.

Aus den Ergebnissen, die für die verschiedenen Flussgebiete in Nordrhein-Westfalen erzielt werden, stellt das Umweltministerium dann bis Ende 2008 einen "Entwurf für einen Bewirtschaftungsplan" zusammen, der mit den Plänen der Anlieger von Rhein, Weser, Ems und Maas abgestimmt ist. Alle Bürgerinnen und Bürger können zu diesem Plan im Jahr 2009 Stellung nehmen, bevor er dann Ende 2009 von der Landesregierung verabschiedet wird.

05.11.2007

Informationsleiste

Ansprechpartner/in:

Info