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Immer mehr Menschen in NRW stellen Antrag auf Schwerbehindertenausweis

Münster. Immer mehr Menschen in Nordrhein Westfalen beantragen die Feststellung ihrer Behinderung: Im Jahr 2005 stellten 400.000 Personen bei den elf Versorgungsämtern in Nordrhein Westfalen einen Antrag auf Feststellung ihrer Schwerbehinderung.

Bereits in den vergangenen Jahren hatte die Bezirksregierung Münster hohe Antragszahlen verzeichnet: 2002 und 2003 waren es rund 370.000 Anträge pro Jahr. 2004 ist mit über 440.000 zwar das Jahr mit den meisten Anträgen, gilt aber als nicht repräsentativ, da die so genannte Chronikerregelung seit Anfang 2004 galt. Sie besagt, dass schwer chronisch Kranke geringere Beiträge bei ärztlichen Behandlungen, Medikamenten, Krankengymnastik, häuslicher Krankenpflege oder im Krankenhaus leisten müssen.

Im Jahr 2005 lebten 2.609.641 behinderte Menschen im Land. Das entspricht einem Anteil von 14 Prozent der Bevölkerung.

Mit dem Nachweis der Behinderung können den Menschen Ausgleiche für die Nachteile gegeben werden, die durch eine Behinderung im Gesellschafts- sowie im Arbeitsleben entstehen. Behinderte Menschen, die ab einem Grad von 50 als schwerbehindert gelten, haben zum Beispiel Anspruch auf Steuervergünstigungen und zusätzliche Urlaubstage.

31.03.2006

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