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Propylen-Pipeline kann gebaut werden

Regierungspräsident Dr. Jörg Twenhöven überreichte den Planfeststellungsbeschluss

Regierungspräsident Dr. Jörg Twenhöven (2.v.l.) überreichte den Planfesstellungsbeschluss an Henk Becker (r.). Mit im Bild: Thomas Koerbel (l.) und Christiane Wienströer.

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Münster/Bottrop/Duisburg/Gelsenkirchen/Gladbeck/Marl/Oberhausen. Regierungspräsident Dr. Jörg Twenhöven überreichte heute (29. November) den Planfeststellungsbeschluss für den Bau und den Betrieb einer Propylenfernleitung an Henk Becker, Vertreter der Propylenpipeline Ruhr GmbH & Co KG (PRG). Die geplante etwa 34 Kilometer lange Rohrleitung erstreckt sich von Duisburg-Hafen über Oberhausen-Holten, Bottrop, Gladbeck bis Gelsenkirchen-Scholven. Der Chemiepark in Marl wird durch eine bereits vorhandene Fernleitung an das Propylenpipeline-System angebunden.

Die European Pipeline Developement Company (EPDC), ein Zusammenschluss von europäischen Chemieunternehmen mit Sitz in Sittard, Niederlande, beabsichtigt den Bau eines überregionalen Pipelineverbundes zum Transport von druckverflüssigtem Propylen in Westeuropa. Der Verbund soll sich von Rotterdam über Antwerpen bis ins nördliche Ruhrgebiet erstrecken. Antragstellerin und Trägerin des Vorhabens für den deutschen Bereich des gesamten Konzeptes ist die PRG in Marl.

Das Propen-Pipelinesystem besteht auf nordrhein-westfälischem Gebiet aus insgesamt fünf Teilleitungen, die in den Regierungsbezirken Münster, Düsseldorf und Köln liegen. Die Kosten für das gesamte Projekt werden voraussichtlich 200 Millionen Euro betragen.Das Teilstück der Rohrleitung zwischen Duisburg und Gelsenkirchen hat einen Durchmesser von 20 Zentimetern und wird bis auf wenige Ausnahmen im Erdboden verlegt. Mit dem Bau soll im Juli 2007 begonnen werden, der Abschluss der Arbeiten wird bis Sommer 2008 erwartet. Durch die Rohrleitung sollen Propylen-Transporte mit Binnenschiffen oder Kesselwagen auf Schienen ersetzt werden.

Die Interessen von Mensch und Natur wurden im behördlichen Verfahren unter Beteiligung der Öffentlichkeit abgewogen und die Umweltverträglichkeit geprüft. Der Planfeststellungsbeschluss kann noch in den betroffenen Kommunen eingesehen werden. Ort und Zeit der Offenlegung werden öffentlich bekannt gemacht.

Für das Land Nordrhein-Westfalen ist die Propen-Pipeline ein wichtiges Projekt, um Unternehmen der chemischen Industrie wirtschaftlich zu fördern, die Attraktivität für Investoren zu stärken und Arbeitsplätze zu sichern. Das Land Nordrhein-Westfalen unterstützt daher das Vorhaben mit über 20 Millionen Euro aus Mitteln des Ministeriums für Wirtschaft, Mittelstand und Energie sowie aus dem "NRW-EU-Gemeinschaftsprogramm Ziel II".

Der Kohlenwasserstoff Propylen, der bei der Verarbeitung von Erdölen gewonnen wird, ist ein wichtiger Bestandteil zur Herstellung von Lösungsmitteln und Kunststoffen. Dass dieser Stoff für die chemische Industrie im nördlichen Ruhrgebiet künftig ungehindert verfügbar ist, ist ein großer Standortvorteil: Die Leitung kommt den Firmen im Chemsite-Projekt des Ruhrgebietes und im Chemiepark Marl zugute.

29.11.2006

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