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"Feuer und Flamme" oder Ausgebrannt?
Neues Programm soll dem Burnout vorbeugen
Münster/Dortmund. "Nur wer für seinen Beruf Feuer und Flamme war, kann auch ausbrennen" – das sagt Diplom-Psychologe Dr. Sven Hollmann vom Institut für Arbeitsphysiologie der Universität Dortmund (IfADo) über das so genannte Burnout-Syndrom. In Zusammenarbeit mit dem Institut hatte die Bezirksregierung Münster ein Programm zur Vorbeugung des Burnout-Syndroms für Mitarbeiter entwickelt, die in Bereichen mit häufigem Kundenkontakt eingesetzt und deshalb besonderen psychologischen Belastungen ausgesetzt sind.
Gemeinsam ist vielen Burnout-gefährdeten Menschen, dass sie einen besonders starken persönlichen Bezug zur eigenen Arbeit haben – typisch zum Beispiel bei "Helfer-Berufen". Das Burnout-Syndrom galt lange als das "Stress-Syndrom der pflegenden Berufe" – mittlerweile ist aber klar, dass dieser Zustand des inneren "Ausgebranntseins" auch von anderen Berufen und selbst vor Verwaltungsmitarbeitern nicht halt macht. Da Mitarbeiter, die "für ihren Job brennen" für jeden Arbeitgeber besonders wertvoll sind und daher besonders geschützt werden sollten, lenkt die Bezirksregierung Münster als Dienstherr der Versorgungsverwaltung NRW verstärkt ihr Augenmerk auf dieses Problem.
Dr. Hollmann hat ein spezielles Programm zur Vorbeugung erarbeitet und mit Mitarbeitern der Verwaltung erprobt: Neben allgemeinen Informationen über das Burnout-Syndrom und seine Verhütung besteht dieses vor allem darin, die eigene Arbeitssituation zu analysieren und Verbesserungsvorschläge zu machen.
28.04.2006

