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Ein Leben für die Allgemeinheit
Bildunterschrift:
Der Ehrenpräsident von Schalke 04 Peter Post (links) hat heute das Bundesverdienstkreuz durch Regierungspräsident Dr. Jörg Twenhöven (rechts) erhalten.
Peter Post aus Gelsenkirchen erhält das Bundesverdienstkreuz /
Mitarbeit bei Schalke, in den Betriebskrankenkassen und im Betriebsrat
Regierungspräsident Dr. Twenhöven: Peter Post hilft den Menschen, die in der Gesellschaft kaum Fürsprecher haben
Münster/Gelsenkirchen/Billerbeck. "Dieser Mann hat sein Leben in den Dienst der Allgemeinheit gestellt, und ganz besonders der Menschen, die gemeinhin wenig Fürsprecher haben und eine starke Interessensvertretung brauchen", mit diesen Worten überreichte Münsters Regierungspräsident Dr. Jörg Twenhöven heute (Freitag, 27. Januar) in der Billerbecker Weißenburg dem Gelsenkirchener Peter Post das Bundesverdienstkreuz. Twenhöven weiter: "Ich habe schon viele Biographien gelesen. Aber ich habe selten einen Lebenslauf gesehen, bei dem aus jeder Zeile ein solch starkes Engagement für die Mitmenschen herausspricht." NRW-Ministerpräsident Dr. Jürgen Rüttgers hatte den Gelsenkirchener für das Bundesverdienstkreuz vorgeschlagen; Bundespräsident Horst Köhler verlieh das "Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland". Dem Regierungspräsidenten als höchstem Repräsentanten des Staates in der Region oblag die – angenehme – Pflicht, den Orden zu übergeben.
Peter Post arbeitete von 1960 bis 1994 bei der VEBA OEL AG (heute Deutsche BP). Schon seit 1951 war Mitglied der damaligen Industriegewerkschaft Chemie-Papier-Keramik (heute IG Bergbau-Chemie-Energie). Er engagierte sich im Betriebsrat und erreichte im Einvernehmen mit dem Arbeitgeber für die seinerzeit etwa 1800 Beschäftigten Vergünstigungen bei der Schichtarbeit. Er betreute die Kranken, initiierte gemeinsam mit dem Betriebsrat einen Modellversuch "Mädchen in Männerberufen" und sorgte so dafür, dass seinerzeit zum ersten Mal 18 Mädchen in gewerblich-technischen Berufen ausgebildet wurden.
Schon früh entwickelte Peter Post sein Engagement für die Betriebskrankenkasse der VEBA OEL. Seit 1962 war er ununterbrochen in mehreren Kontrollgremien der Betriebskrankenkassen auf örtlicher und Landes-Ebene tätig. So erarbeitete er für den Landesverband der Betriebskrankenkassen grundlegende gesundheits- und sozialpolitische Leitlinien. Seit 2001 vertritt Peter Post den Landesverband der Betriebskrankenkassen im Verwaltungsrat des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung in Westfalen-Lippe. Seine Arbeit in diesem Gremium ist gekennzeichnet durch ein hohes Maß an persönlicher Einsatzbereitschaft. Mit seiner loyalen und toleranten Einstellung bemüht er sich stets um eine konstruktive und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Krankenkassen. Mitte des Jahres 2004 wurde Peter Post erneut in den Verwaltungsrat der neuen Betriebskrankenkasse der Deutschen BP GmbH gewählt.
Auch im politischen Bereich war Post tätig. Er war Verordneter der Bezirksvertretung Gelsenkirchen-Nord; Ratsmitglied und sportpolitischer Sprecher der SPD im Stadtrat. Seit 2004 ist er Vorsitzender des Sportausschusses. Er brachte immer wieder maßgebliche Entscheidungen im Interesse des Sports auf dem Weg und war maßgeblich an der Gründung eines Sponsorenpools für Amateurvereine beteiligt.
Seit 1980 ist Peter Post Mitglied des FC Schalke 04 und gehört seit 1994 der Satzungskommission und dem Wahlausschuss des Vereins an. Seit 2004 ist er Mitglied des Ehrenpräsidiums. Bereits im Jahr 2000 erhielt er die Verdienstnadel des Westdeutschen Fußballverbandes.
27.01.2006

