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Land NRW fördert Propylen-Pipeline im Ruhrgebiet mit 20 Millionen Euro
Gemeinsame Pressemitteilung des NRW-Ministerium für Wirtschaft, Mittelstand und Energie und der Bezirksregierung Münster:
Ministerin Thoben und Regierungspräsident Dr. Twenhöven: Diese Pipeline wird die Emscher-Lippe-Region europaweit zum wichtigsten Chemie-Standort machen.
Münster/Düsseldorf. Mit über 20 Millionen Euro fördert das Land Nordrhein-Westfalen den Bau einer 42 Kilometer langen Propylen-Pipeline im Ruhrgebiet. Die Bewilligung hat die Bezirksregierung Münster dem Bauträger, der Propylen Pipeline Ruhr GmbH mit Sitz in Düsseldorf, jetzt zugestellt. Das Geld wird aus Mitteln des NRW-Ministeriums für Wirtschaft, Mittelstand und Energie sowie aus dem "NRW-EU-Gemeinschaftsprogramm Ziel II" bereitgestellt.
Mit der Förderung unterstützt das Land den Bau des ersten Abschnittes der Pipeline zwischen Moers, Duisburg und Marl. Die Rohrleitung darf künftig von allen Firmen genutzt werden, die den chemischen Stoff Propylen einspeisen oder entnehmen wollen; dieses Prinzip des "Open Access/Common Carrier" ist die Grundlage der Förderung, denn damit kommt die Leitung als öffentliche Infrastruktureinrichtung allen Firmen im Chemsite-Projekt des Ruhrgebietes und besonders im Chemiepark Marl zugute. Und zwar auch jenen, die sich am Bau nicht beteiligt haben.
Das Kohlenwasserstoffgas Propylen, das bei der Verarbeitung von Erdölen gewonnen wird, ist ein wichtiger Bestandteil zur Herstellung von Lösungsmitteln und Kunststoffen. Dass dieser Stoff für die chemische Industrie im nördlichen Ruhrgebiet künftig ungehindert verfügbar ist, ist ein großer Standortvorteil: Die Pipeline hilft Arbeitsplätze in der Chemieindustrie zu sichern und zu schaffen.
In einem weiteren Schritt soll die Leitung verlängert werden bis zu den Chemie-Standorten in Oberhausen und Köln; zuletzt erfolgt die Verbindung über Belgien und Niederlande bis an die Hochseehäfen Antwerpen und Rotterdam. Weitere Landesmittel für diesen Ausbau sind bereits reserviert. Wirtschaftsministerin Christa Thoben und Münsters Regierungspräsident Dr. Jörg Twenhöven sind sich in der Bewertung dieser Pipeline einig: "Diese Pipeline wird zu einer neuen Lebensader für die chemische Industrie im nördlichen Ruhrgebiet und wird damit den eingeschlagenen Strukturwandel beschleunigen. Zugleich stärkt sie den Emscher-Lippe-Raum als einen der wichtigsten und erfolgreichsten Standorte für die chemische Industrie in ganz Europa." Voraussetzung für die Förderung ist ein positiver Planfeststellungsbeschluss durch die Bezirksregierung Münster für dieses Projekt. Das Verfahren wird derzeit mit Hochdruck geführt.
26.01.2006

