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Ergebnis der Großkontrolle auf der Autobahn 2

Der zu kontrollierende LKW wird durch Schlepperstreifen herangeführt

Der zu kontrollierende LKW wird durch "Schlepperstreifen" herangeführt.

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Abschlussmeldung:
Lastwagenkontrolle auf Autobahn 2

Münster/Gelsenkirchen. Vom 18. bis 24. September 2006 findet in weiten Teilen Europas eine unter den Verkehrspolizeien abgestimmte Kontrollaktion mit dem Namen "TISPOL-European Operation "Mermaid II" (Kontrolle des gewerblichen Güterverkehrs) statt. Insgesamt 21 Länder werden sich daran beteiligen.

In den 90er Jahren hatten sich Verkehrspolizeien aus verschiedenen europäischen Staaten in der "Nichtregierungsorganisation" TISPOL (Traffic Information System Police) zusammengeschlossen, um im Verbund die hohe Anzahl an Verkehrsunfalltoten und -verletzten abgestimmt zu reduzieren.

Auch die Europäische Kommission hat sich mit verschiedenen Aktionsprogrammen dieser Thematik angenommen.

40.000 Tote und 1,7 Millionen Verletzte bei Verkehrsunfällen in den Mitgliedsländern der EU pro Jahr gilt es drastisch zu reduzieren. Auch der volkswirtschaftliche Schaden mit über 160 Billionen Euro würde zwangsläufig dadurch auch verringert.

Bei Kontrollen des allgemeinen Güterverkehrs auf den Autobahnen in Europa, hier auch in Deutschland und auch im Regierungsbezirk Münster werden vermehrt erhebliche Verstöße festgestellt. Dabei handelt es sich unter anderem um diverse Überschreitungen der zulässigen Achs- und Gesamtgewichte, Verstöße gegen die Lenk- und Ruhezeiten sowie gegen Vorschriften der Fahrzeugtechnik und der Ladungssicherung.

Der immer härter werdende Konkurrenzkampf unter den Unternehmern infolge des europaweiten Wettbewerbdrucks führt dazu, dass Verstöße gegen geltende Bestimmungen immer häufiger festzustellen sind.

Vor dem Hintergrund der hohen Beanstandungsquote sind Kontrollen zur Förderung der Verkehrssicherheit mit spezialisierten Kräften erforderlich und das nicht nur punktuell in einer bestimmten Region, sondern in weiten Teilen Europas.

Auch die Autobahnpolizei Münster will in ihrem Zuständigkeitsbereich, nämlich den Autobahnen und Kraftfahrstraßen im Regierungsbezirk Münster, ihren Beitrag im TISPOL-Verbund dazu leisten. Von insgesamt 4675 Unfällen in

2005 waren 9,3 Prozent (439) davon mit Verletzten und / oder Toten. Dabei waren in 21 Prozent die Fahrerinnen oder Fahrer von Lastwagen die Hauptverursacher.

Aus diesem Grund führt die Autobahnpolizei Kontrollen des Güterverkehrs durch, um unfallrelevantes Verhalten zu verfolgen und dadurch, in die Zukunft orientiert, zu vermeiden.

Neben Geschwindigkeit und Abstand ist die Benutzung von Handy`s während der Fahrt und das Nichtbeachten der Lenk- und Ruhezeiten häufig ursächlich für schwere Unfälle.

Das Nichtanlegen des Sicherheitsgurtes führt darüber hinaus zusätzlich noch zu einer Verschlimmerung von Unfallfolgen. Bedenkt man,

Lastwagenfahrern im Jahr 2005 17 nachweislich nicht angeschnallt waren,

Geschwindigkeitsbegrenzungen das Nichtanlegen des Sicherheitsgurtes im Falle eines Verkehrsunfalles das höchste Verletzungs-/ und Tötungsrisiko darstellt

pro Stunde mit einem Sprung von einem Fünf-Meter- Brett in ein leeres und 1,30 Meter tiefes Schwimmbecken vergleichbar ist, dann kann dies eigentlich nur zu dem Resultat führen, sich anzuschnallen.

In diesem Zusammenhang hat die Autobahnpolizei Münster heute (21. September) von 17 bis 23 Uhr eine Lastwagenkontrolle auf der Autobahn 2, auf den Rastplätzen Resser Mark (Nord- und Südseite) zwischen den Anschlussstellen Herten und Gelsenkirchen-Buer durchgeführt. Mehr als 50 Polizeibeamte kontrollierten in Zusammenarbeit mit weiteren Fachdienststellen unter verschiedenen Gesichtspunkten Lastwagen und Fahrer.

Zusammen mit dem Bundesamt für Güterverkehr, der Finanzkontrolle Schwarzarbeit, dem Zoll, dem Staatlichen Amt für Arbeitsschutz und der Stadt Gelsenkirchen als zuständiger Bußgeldstelle, war es Absicht der Autobahnpolizei Münster, unfallträchtige Verhaltensweisen aufzudecken, Gespräche mit den Fahrern über ihre eigene Sicherheit zu führen und erkannte Verstöße zu sanktionieren, mit dem Ziel, dass die Fahrerinnen und Fahrer zukünftig so etwas unterlassen und es dadurch zu weniger Unfällen mit Verletzten oder Toten kommt.

Das Technische Hilfswerk (THW), Ortsverband Gelsenkirchen, unterstützte mit 30 Angehörigen die Kontrollaktion durch Aufbau von Aufenthaltszelten, Ausleuchten der Plätze und Versorgung der Einsatzkräfte.

Einsatzergebnis:

14 mal musste die Weiterfahrt untersagt werden. Zwei Personen wurden festgenommen, weil gegen sie Haftbefehle vorlagen. Zwei Lastwagenfahrer hatten keinen Führerschein. Fünf Schwertransporte durften nicht weiterfahren, weil keine notwendigen Genehmigungen vorlagen. Eine große Segelyacht war so ungesichert, dass sie jederzeit hätte runterfallen können.

"Auch dieses Ergebnis zeigt uns, dass wir im gesamteuropäischen Verbund noch einiges vor uns haben. Wir wollen durch die Verfolgung und gleichzeitige Vermeidung und Verhinderung von unfallträchtigen Verhaltensweisen unseren Beitrag zur Senkung der Unfallzahlen mit Verletzten und Toten leisten," so Paul Albers, der Einsatzleiter der Großkontrolle.

22.09.2006

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