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"Stiften im Münsterland": Diskussionsteilnehmer wollen Netzwerk

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Moderator Holger Beller diskutierte mit Dr. Agnes Klein, Klemens Müer und Jörg Adler (v.l.) die Wichtigkeit von Stiftungsnetzwerken
Münster. Stiftungen müssen enger vernetzt werden. Das ist das Ergebnis der Podiumsdiskussion beim Stiftungstag am vergangenen Samstag in Münster, zu dem die Bezirksregierung Münster und die Stiftung Westfalen-Initiative eingeladen hatten. "Die tägliche Arbeit wäre leichter, wenn Stiftungen über ein funktionierendes Netzwerk auf die Erfahrungen Anderer zurückgreifen könnten", formulierte Franz-Josef Hillebrandt, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Westfalen-Initiative, im Freiherr-vom-Stein-Saal die Meinung aller Diskussionsteilnehmer.
Während die Gründung einer Stiftung von staatlichen Stellen - in Nordrhein-Westfalen von den Bezirksregierungen - juristisch begleitet wird, seien die Stiftungen später häufig auf sich allein gestellt. Das gelte beispielsweise in Fragen der Geldanlage, lautete der Tenor der Diskussion. Zum Ende der Veranstaltung ließen die Anwesenden ihren Worten erste Taten folgen: Sie nutzten die Gelegenheit, um Kontakte zueinander zu knüpfen.
Dr.-Ing. Fritz Brickwedde, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen, betonte in einem Vortrag die zentrale Bedeutung von Stiftungen für die Bürgergesellschaft, eine Gesellschaft, in der nicht der Staat allein für alle sozialen Aufgaben sorgt, sondern in der Bürger mehr und mehr Verantwortung für ihre Mitmenschen übernehmen.
"Stiften im Münsterland" war das Motto des Stiftungstages. Regierungspräsident Dr. Jörg Twenhöven begrüßte mehr als 100 Stifter und Ehrenamtliche.
Etwa 500 Millionen Euro haben Privatpersonen und Unternehmen im Regierungsbezirk Münster in der Vergangenheit in Stiftungen investiert. Mit den Zinsen aus diesem Kapital unterstützen die zurzeit 358 Stiftungen vornehmlich soziale, mildtätige oder wissenschaftliche Zwecke. Sie fördern die Jugend. Sozialarbeit, Forschungsprojekte, die Kunst oder den Sport. 80 Prozent des Geldes werden im Münsterland verwaltet. "Das Münsterland ist damit eine der stiftungsfreudigsten Regionen in Nordrhein-Westfalen", sagte Twenhöven.
Begeistert waren die Gäste beim Stiftungstag von "Seven Dage", einer Formation der Musikschule Ibbenbüren, die den Stiftungstag musikalisch umrahmte.
22.05.2006

