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Die Bezirksregierung Münster hat den Haushalt 2006 des Kreises Steinfurt geprüft und erhebt keine kommunalaufsichtlichen Bedenken

Münster/Steinfurt. Die Bezirksregierung Münster hat den Haushalt 2006 des Kreises Steinfurt geprüft und erhebt keine kommunalaufsichtlichen Bedenken. Die Haushaltssatzung wurde am 13. März 2006 vom Kreistag beschlossen und ist in Einnahmen und Ausgaben ausgeglichen.

Das Haushaltsvolumen des Kreises Steinfurt für das Jahr 2006 beträgt 445,7 Millionen Euro und steigt damit gegenüber dem Vorjahr um 65,1 Millionen Euro (plus 17,1 Prozent). Der Anstieg ist insbesondere auf soziale Leistungen in Höhe von 62,3 Millionen Euro zurückzuführen. Dabei handelt es sich um Kosten, die vom Bund zu 100 Prozent zu erstatten sind und somit die Leistungsfähigkeit des Kreises und seiner kreisangehörigen Kommunen nicht belasten. 418,6 Millionen Euro des Gesamtvolumens entfallen auf den Verwaltungshaushalt, dieses entspricht einer Steigerung um 18,6 Prozent zum Vorjahr. Das Volumen des Vermögenshaushaltes sinkt um 1,7 Prozent auf 27,1 Millionen Euro.

Der Hebesatz der allgemeinen Kreisumlage, die von den kreisangehörigen Städten und Gemeinden zu entrichten ist, konnte aufgrund verbesserter Umlagegrundlagen mit 38,5 Prozent unverändert beibehalten werden. Für die Kommunen ohne eigenes Jugendamt ist der Hebesatz der Jugendamtsumlage sogar um 0,36 Prozent auf 17,62 Prozent zurückgenommen worden. Somit plant der Kreis Einnahmen in Höhe von 139,6 Millionen Euro aus der allgemeinen Kreisumlage und 33,9 Millionen Euro aus der Jugendamtsumlage.

Der Kreis Steinfurt rechnet im Haushaltsjahr 2006 mit Investitionen in Höhe von 17 Millionen Euro. Hierfür bedarf es einer Kreditaufnahme von 6 Millionen Euro, so dass am Ende des Jahres mit einem Schuldenstand von 45,5 Millionen Euro zu rechnen ist. Die Pro-Kopf-Verschuldung pro Einwohner im Kreis Steinfurt betrüge dann 103 Euro.

16.05.2006

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