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Aktion der Autobahnpolizei Münster auf der A 30
Münster/Ibbenbüren/Lotte. Die Autobahnpolizei der Bezirksregierung Münster wirbt für mehr Verkehrssicherheit auf den Straßen durch Fahren mit Licht am Tage. Gerade in der nun beginnenden "dunklen Jahreszeit" will sie Autofahrer davon überzeugen, auch tagsüber zum Lichtschalter zu greifen und ihr Fahrzeug nur mit ordentlicher Beleuchtung in Betrieb zu nehmen.
Im Rahmen der 50. Kraftfahrzeug-Beleuchtungs-Aktion im Oktober kontrollierten Polizeibeamte heute (11. Oktober) Verkehrsteilnehmer im Bereich der Autobahnpolizeiwache Lotte auf der Autobahn 30 an der Anschlussstelle Ibbenbüren und informierten über die Vorteile beleuchteter Fahrzeuge am Tage. Die Autofahrer wurden mit der Thematik konfrontiert, die Beleuchtung der Fahrzeuge wurde kontrolliert, die Polizisten führten Gespräche und teilten Handzettel mit dem Motto "Lichtfahrer sind sichtbarer" aus.
Während dieser Kampagne wurden 460 Fahrzeuge ohne Beleuchtung angehalten. Davon fuhren 456 Fahrzeugführer nach der Kontrolle und Beratung durch die Beamten mit eingeschaltetem Licht weiter. Vier Fahrzeuge wiesen Beleuchtungsmängel auf.
Nach einer Studie der Bundesanstalt für Straßenwesen, Juli 2005, lassen sich jährlich in Deutschland durch das Fahren mit Licht am Tage
11.000 Verkehrsunfälle mit Personenschaden
16.000 Verunglückte, davon ca. 200 Tote
4.700 Verkehrsunfälle mit schwerem Sachschaden
60.000 Verkehrsunfälle mit Sachschaden
vermeiden.
Eine Großraumstudie zum Thema in Niedersachsen ergab im August 2003:
26,8 % weniger tödliche Verkehrsunfälle
80 % weniger Zusammenstöße zwischen einbiegenden oder kreuzenden Fahrzeugen
35 % weniger Zusammenstöße zwischen entgegenkommenden Fahrzeugen.
In vielen europäischen Ländern, seit 2006 auch in Österreich, ist das Fahren mit Licht am Tage bereits Pflicht. Die europäische Kommission strebt die Einführung einer Europarichtlinie an. In Deutschland ist eine Gesetzesinitiative in Vorbereitung.
11.10.2006

