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Schüler besser fördern

Regierungspräsident Dr. Jörg Twenhöven stellt neues Schulgesetz in Münster vor

Münster. "Das neue Schulgesetz eröffnet eine ganze Reihe neuer Möglichkeiten", erläutert Regierungspräsident Dr. Jörg Twenhöven in der Auftaktveranstaltung in Münster. "Lehrer, Eltern und Schüler sollten dem neuen Regelwerk eine Chance geben und es aktiv unterstützen", so Twenhöven weiter.

Seit dem 1. August ist das neue Schulgesetz in Kraft. Um öffentliche und private Schulen sowie Eltern, Lehrer, Schüler und Schulträger aus erster Hand mit dem neuen Schulgesetz vertraut zu machen, finden im Regierungsbezirk Münster elf Informationsveranstaltungen statt. Regierungspräsident Dr. Jörg Twenhöven hat heute (7. September) die erste dieser Veranstaltungen geleitet. Gemeinsam mit Johannes Kaiser und Martin Risse von der Schulabteilung der Bezirksregierung Münster hat er die wichtigsten Punkte wie beispielsweise die individuelle Förderung von Schülern, die Eigenverantwortung der Schulen, das noch neue Instrument der Qualitätsanalyse in den Schulen und die demographische Entwicklung ausführlich erläutert.

Der individuellen Förderung von Kindern misst das Gesetz in Zukunft besondere Bedeutung bei. Ziel ist es sowohl den lernschwachen Schüler als auch das hochbegabte Kind zu erkennen und so zu fördern, dass es den Sprung in die nächste Klasse schafft oder auch mal ein Jahr überspringt. Das neue Schulgesetz hat hierzu die Grundlagen geschaffen. Der Wechsel zwischen den Klassen ist durchlässiger geworden.

Der einzelnen Schule kommen in Zukunft mehr Kompetenzen zu. Alle, die am Schulleben beteiligt sind, werden künftig gemeinsam handeln. Beispielsweise wählt die Schulkonferenz einer Schule den Schulleiter. Ein ausgereiftes Schulprofil soll die Qualität des Unterrichts nachhaltig verbessern und auch den Wettbewerb zwischen den Schulen beleben. Die Schulen sollen mehr und mehr eigenverantwortlich handeln.

Die jetzt eingeführte flächendeckende Qualitätsanalyse wird den Schulen dabei helfen. Zwei Prüfer besuchen regelmäßig für einige Tage jede der knapp 1000 Schulen im Regierungsbezirk Münster. Die Schule erhält eine detaillierte Rückmeldung und eine aktuelle Aussage wo ihre Stärken und Schwächen liegen. Dabei befragen die Qualitätsprüfer sowohl den Schulträger als auch Lehrer, Schüler und Eltern. Die Prüfer schauen sich den Unterricht an. Das Schulgebäude und auch das Umfeld werden besichtigt und in den Bericht eingearbeitet. Der fertige Bericht wird in den Schulgremien durchgearbeitet und daraufhin konkrete Ziele mit der Schulaufsicht vereinbart.

Weitere Informationen:

07.09.2006

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