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Regierungspräsident lobt Warendorfer Arbeitskreis "Jüdisches Leben"

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Regierungspräsident lobt Warendorfer Arbeitskreis Jüdisches Leben

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Besuch in Warendorf (v.l.): Matthias M. Ester, Sprecher des Arbeitskreises "Jüdisches Leben in Warendorf", Regierungspräsident Dr. Jörg Twenhöven, Angelika Sturm (Arbeitskreis), Bürgermeister Jochen Walter, Karin Geißler (Bezirksregierung Münster - Denkmalbehörde), Egon Klaus (Stadtverwaltung Warendorf - Denkmalbehörde) und Laurenz Sandmann, Vorsitzender der Altstadtfreunde Warendorf

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Münster. Warendorf. Auf Einladung des Arbeitskreises "Jüdisches Leben in Warendorf" weilte Regierungspräsident Dr. Jörg Twenhöven in Warendorf und informierte sich über die Projekte der Bürgerinitiative, die vom Heimatverein, den Altstadtfreunden und dem Dezentralen Stadtmuseum getragen wird. Matthias M. Ester, Sprecher des Arbeitskreises, sowie Laurenz Sandmann und Angelika Sturm berichteten über den geplanten Stadtrundgang und die in Kürze realisierte Umgestaltung des Vorplatzes des jüdischen Friedhofs vor dem Münstertor. Der Regierungspräsident zeigte sich beeindruckt von dem Engagement des Arbeitskreises und der Unterstützung durch die Menschen. "Es ist schlimm genug, dass wir in Deutschland das jüdische Leben in den Gemeinden quasi rekonstruieren müssen und das so viele wertvolle Zeugnisse dieser Kultur vernichtet worden sind. Um so beeindruckender ist das Engagement, dass der Arbeitskreis in Warendorf – und die Warendorfer selbst an den Tag legen", so Regierungspräsident Dr. Jörg Twenhöven. Bald werde es keine Zeitzeugen mehr geben, die über die Greueltaten der Nationalsozialisten berichten können. Deswegen begrüße er jedes Engagement, Erinnerungen an das einst blühende jüdische Leben und seine Kultur in Deutschland zu erhalten oder wiederherzustellen.

Da Twenhöven nicht an der Veranstaltung in der ehemaligen Synagoge im September 2005 teilnehmen konnte, die an den ersten jüdischen Gottesdienst nach dem Ende der Shoah am 7. September 1945 erinnerte, nahm er jetzt die Gelegenheit wahr, das Innere der Synagoge zu besichtigen. Twenhöven zeigte sich insbesondere an der Zukunft des Gebäudes interessiert, das als einzigartiges Denkmal der Stadtgeschichte des 20. Jahrhunderts gilt. Bürgermeister Jochen Walter begrüßte den Regierungspräsidenten im Historischen Rathaus und zeigte sich sehr erfreut über das bürgerschaftliche Engagement des Arbeitskreises.

07.04.2006

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