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Krisenstab der Bezirksregierung einsatzbereit

Krisenstab der Bezirksregierung einsatzbereit

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Torsten Kraemer vom Krisenstab der Bezirksregierung Münster an der Landkarte: 4000 Einsatzkräfte aus dem gesamten Bezirk werden alle Veranstaltungen rund um die Fußball-WM sichern.

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Kurzmeldung: Krisenstab der Bezirksregierung koordiniert 4000 Kräfte

Münster. Einsatzbereit: Im Regierungsbezirk Münster stehen rund 4000 ehrenamtliche und professionelle Rettungskräfte bereit, um bei Zwischenfällen während der Fußball-Weltmeisterschaft schnelle Hilfe zu leisten. Die Koordination der Kräfte liegt beim Krisenstab der Bezirksregierung in Münster. Der 30-köpfige Stab kümmert sich während der Weltmeisterschaft um die Sicherheit der Menschen bei Spielen in Gelsenkirchen, hat zugleich aber die rund 65 Public-Viewing-Standorte mit ihren über 50.000 Zuschauern im Blick. Diese stellen für die Polizei wie für die Rettungskräfte eine neue Dimension dar, weil es keinerlei Erfahrungswerte gibt. Unter der Leitung von Regierungsvizepräsident Alfred Wirtz beobachtet der Krisenstab die Lage im Bezirk und koordiniert schnelle Unterstützung, wenn die Einsatzkräfte vor Ort Hilfe benötigen. Mit am Tisch sitzen Vertreter von Polizei und Bundeswehr, von allen Hilfsorganisationen und dem Technischen Hilfswerk sowie viele Mitarbeiter aus den Fachdezernaten der Bezirksregierung. Vorangegangen waren viele Monate, in denen der Ernstfall systematisch geübt wurde. Klar ist jedoch: "Wir tun alles, um gute Gastgeber zu sein. Doch - 100-prozentige Sicherheit kann es nicht geben," so Wirtz.


Langversion: Krisenstab der Bezirksregierung einsatzbereit

Falls der Ball nicht rund läuft: Fachleute in Münster koordinieren rund 4000 Rettungskräfte in der gesamten Region

Münster. "Die müssen jetzt losfahren", sagt Torsten Kraemer, und schiebt dabei ein Magnettäfelchen in Richtung Gelsenkirchen. Das Täfelchen mit der Aufschrift "TK" klebt auf einer Magnetwand, so groß wie ein Konferenztisch, und in der Realität würden sich rund 50 Mann, fünf Notarztwagen, 15 Krankenwagen, zwei Mannschaftstransporter und ein Einsatzleitwagen aus Coesfeld, Borken oder Warendorf auf den Weg machen in Richtung Gelsenkirchen. Ziel: Die Arena. Bisher ist alles nur ein Planspiel. Doch am Freitag dieser Woche wird es ernst, dann muss funktionieren, was der Krisenstab der Bezirksregierung, viele Tausend Rettungskräfte in der Region monatelang geübt haben: Schnelle Hilfe für den Fall, dass es während der Fußball-Weltmeisterschaft Menschen verletzt werden.

"Wir sind auf alle Szenarien vorbereitet", betont Kraemer, Dezernent für Katastrophenschutz bei der Bezirksregierung Münster von den vergangenen Monaten. Sobald in Nordrhein-Westfalen - sei es in Gelsenkirchen, Dortmund oder Köln - der Ball rollt, stehen im Münsterland und in Emscher-Lippe rund 4000 ehrenamtliche und professionelle Hilfskräfte bereit, um schnell eingreifen zu können. Die Koordination des Nachschubs liegt beim Krisenstab in Münster. Von der Außenwelt abgeriegelt, im zweiten Stock des Overberg-Hauses in Münster tritt er bei Spielen in Gelsenkirchen in voller Stärke zusammen. Die rund 30 Mann beobachten die Lage, koordinieren Einsatzkräfte, halten die Zahl der verfügbaren Krankenhausbetten im Blick und alarmieren den Nachschub im Münsterland. Bei Spielen in Dortmund oder Köln arbeitet der Krisenstab in kleinerer Runde; an allen übrigen Tagen während der WM gilt erhöhte Rufbereitschaft. Mit am Tisch sitzen neben den Mitarbeitern der Bezirksregierung viele Externe: Vertreter von Polizei und Bundeswehr, Fachleute aller Rettungsorganisationen, Mitarbeiter der Stadt Gelsenkirchen und des Technischen Hilfswerks. Chef des Stabes ist Regierungsvizepräsident Alfred Wirtz. Er zog jetzt ein Resümee aus den Vorbereitungen: "Die Region hält solidarisch zusammen, damit die Weltmeisterschaft ohne Zwischenfälle ablaufen kann. Wir wünschen uns schöne Spiele. Und wenn etwas passiert, dann sind die Helfer aus unserem Bezirk zur Stelle!"

Doch wenn es nur der Fußball wär… Im Regierungsbezirk stehen während der Weltmeisterschaft an rund 65 Orten Großbildleinwände mit Plätzen für etwa 50.000 Zuschauer. Zwar gelten auch für diese Veranstaltungen hohe Sicherheitsstandards. Bei einem Zwischenfall ist die Gefahr von Verletzten jedoch hoch.

06.06.2006

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