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Aktion der Autobahnpolizei Münster: Fahren mit Licht am Tage

Polizistin bei der Kontrolle

Polizeikommissarin Ulrike Eichler informiert Autofahrer über die Vorteile des Fahrens mit Licht am Tage

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Münster. Die Autobahnpolizei Münster nimmt die 50. Kraftfahrzeug-Beleuchtungs-Aktion vom 1. bis zum 31. Oktober 2006 zum Anlass, ein Thema aufzugreifen, das zur Vermeidung von Verkehrsunfällen beitragen soll: Fahren Sie am Tag mit eingeschaltetem (Abblend-) Licht!

Nach einer Studie der Bundesanstalt für Straßenwesen, Juli 2005, lassen sich jährlich in Deutschland durch das Fahren mit Licht am Tage

vermeiden.

Eine Großraumstudie in Niedersachsen, August 2003, ergab

Hinter jedem Verkehrsunfall stehen menschliche Schicksale und viel Leid. Jeder Verkehrsunfalltote oder Verletzte weniger sollte es jedem Kraftfahrzeugführer wert sein, am Tag mit Licht zu fahren.

Die Wirksamkeit des Fahrens mit Licht am Tage wurde in verschiedenen Studien untersucht. Hiernach kann die größte Wirkung erzielt werden

Die Vorteile des Fahrens mit Licht am Tage sind ebenfalls durch unterschiedliche wissenschaftliche Studien belegt worden. In vielen europäischen Ländern, seit 01.01.2006 auch in Österreich, ist das Fahren mit Licht am Tage bereits Pflicht.

Die europäische Kommission strebt die Einführung einer Europarichtlinie an und auch in Deutschland ist eine Gesetzesinitiative bereits in Vorbereitung. In diesem Zusammenhang will die Autobahnpolizei Münster zu Beginn der "dunklen Jahreszeit" die Autofahrerinnen und Autofahrer auf den Autobahnen im Regierungsbezirk Münster mit dem Slogan

"LICHTFAHRER SIND SICHTBARER"

davon überzeugen, auch tagsüber zum Lichtschalter zu greifen und ihr Kraftfahrzeug nur mit ordnungsgemäßer Beleuchtung in Betrieb zu nehmen.

Am 5. Oktober 2006 fand in der Zeit von 09:00 Uhr bis 16:00 Uhr auf der Autobahn 43 im Bereich der Anschlussstelle Dülmen-Nord eine Kontrolle statt. Dort sollten Verkehrsteilnehmer mit dieser Thematik konfrontiert, die Beleuchtung der Fahrzeuge kontrolliert, Überzeugungsgespräche geführt und themenbezogene Handzettel ausgehändigt werden. Eine der am häufigsten gestellten Fragen war die, die mit dem verbundenen erhöhtem Kraftstoffverbrauch zusammenhing. Diese Frage konnte von den eingesetzten Kräften fachkundig beantwortet werden:

Ja, der Kraftstoffverbrauch eines Fahrzeuges wird sich je nach Hersteller und Modell um bis zu 0,2 Liter je 100 km erhöhen. Die maximalen Mehrkosten für ein Fahrzeug mit 8 Liter Kraftstoffverbrauch betragen demnach auf 100 Kilometer 26 Cent (ausgehend von einem Literpreis von 1,30 Euro) Dieser Mehrverbrauch kann aber durch eine technische Umrüstung des Fahrzeuges auf spezielle Taglichtleuchten auf ca. 0,02 Liter (gleich 2 Cent je 100 Kilometer) oder durch Beachtung einiger „Spritspartipps“ , z.B. Bei niedrigen Drehzahlen schalten und fahren oder auf den richtigen Reifendruck achten, deutlich reduzieren.

Auch auf die ebenfalls häufig gestellte Frage, ob das Tagfahrlicht nicht nachteilig für "schwächere" Verkehrsteilnehmer sein könnte, wurde folgendes geantwortet:

Im Auftrag der europäischen Kommission hat ein niederländisches Institut 2004 ein Experiment durchgeführt. In diesem Experiment sollte der Frage nachgegangen werden, ob “schwächere“ Verkehrsteilnehmer in der Nähe eines mit Tagfahrlicht (TFL) ausgestatteten Fahrzeugs im Nachteil sind, z.B. dadurch, dass sie weniger erkennbar sind.

Das erstaunliche Ergebnis: Bei einem Auto mit eingeschaltetem Tagesfahrlicht wurden die „schwächeren“ Verkehrsteilnehmer sogar etwas schneller erkannt als bei ausgeschaltetem Tagfahrlicht. Das Resultat war also den ursprünglichen Erwartungen – negative Auswirkungen – entgegengesetzt, wenngleich der Effekt statistisch nur gering ausfiel.

Das zusammengefasste Ergebnis der Kontrolle schaut wie folgt aus:

05.10.2006

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