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Landes-Tierseuchen-Kontrollzentrum nimmt seine Arbeit bei der Bezirksregierung Münster auf

Bildbeschreibung:
Übersicht über die Schweinepest-Sicherheits-Zonen (Stand: 5. April 2006):
Rot: Sperrbezirk, grün: Beobachtungsgebiet (Transportverbot für Schweine, alle Schweine werden beprobt), braun: Pufferzone (Transportverbot)
NRW-Umweltminister Uhlenberg lobt Arbeit der Behörden: "Hervorragende Arbeit"
Münster. Das NRW-Umweltministerium hat gestern (4. April) das Landes-Tierseuchen-Kontrollzentrum (LaTiKo) bei der Bezirksregierung Münster in voller Größe in Betrieb genommen. Veterinärmediziner und andere Fachleute aus ganz Nordrhein-Westfalen werden die Bekämpfung der Schweinepest in den Kreisen Recklinghausen, Borken und Wesel ab sofort von Münster aus koordinieren. Das LaTiKo wird – ähnlich wie ein Krisenstab – bei gravierenden Tierseuchen in der betroffenen Region einberufen. Nach intensiven Übungsabschnitten ist das Kontrollzentrum jetzt zum ersten Mal im Echt-Einsatz. Die Veterinäre arbeiten im Rahmen des ebenfalls aktivierten Krisenstabes der Bezirksregierung Münster. "Die Mitarbeiter in den Behörden haben mit der Schweinepest nun bereits seit Wochen eine große Herausforderung zu bewältigen. Sie leisten beim Bekämpfen der Tierseuche eine hervorragende Arbeit", sagte NRW-Umweltminister Eckhard Uhlenberg. Damit habe das Veterinärwesen in NRW seine Schlagkraft nach der Gefährdung durch die Vogelgrippe ein weiteres Mal unter Beweis gestellt.
In den betroffenen Kreisen sind umfangreiche Sperrzonen-Regelungen in Kraft; täglich werden gemäß den EU-Richtlinien Tausende von Schweinen getestet, Straßen sind gesperrt, Schweine dürfen nicht transportiert werden - "Nur durch eine einheitliche Koordination aller Maßnahmen können wir die Schweinepest schnell eindämmen", betont Dr. Arno Piontkowski, oberster Veterinär der Bezirksregierung Münster und vor Ort Leiter des LaTiKo.
Im Landes-Tierseuchen-Kontrollzentrum arbeiten Veterinärmediziner der Bezirksregierung Köln, Düsseldorf und Detmold sowie ein Epidemiologe des Landesamtes für Ernährungswirtschaft und Jagd zusammen.
05.04.2006

