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Planunterlagen für Bau der Propylen-Pipeline liegen aus
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1600 Aktenordner mit Planungsunterlagen für den Bau der Propylen-Pipeline vom Duisburger Hafen bis zum Chemiepark Marl haben Mitarbeiter der Bezirksregierung Münster jetzt verpackt und den betroffenen Kommunen zur Auslage zugeschickt.
Münster/Ruhrgebiet. Muskelkater garantiert: 184 Kartons mit etwa 1600 prall gefüllten Aktenordnern haben die Mitarbeiter der Bezirksregierung Münster jetzt ins Ruhrgebiet geschickt. Die Bezirksregierung Münster ist für die Planfeststellung einer Propylen-Pipeline, die vom Duisburger Hafen bis zum Chemiepark Marl gebaut werden soll, zuständig. Jeweils 17 Aktenordner mit Planungsunterlagen liegen vom 11. April bis 11. Mai 2005 in den betroffenen Kommunen Duisburg, Oberhausen, Bottrop, Gladbeck, Gelsenkirchen, Marl und Dorsten zur Einsichtnahme aus. Bis zum 8. Juni 2005 können Betroffene Stellungnahmen abgeben.
Die etwa 44,3 Kilometer lange Rohrleitung, die Propylen transportieren soll, hat einen Durchmesser von 25 Zentimetern. Sie wird bis auf einen 2,2 Kilometer langen Rohrbrückenabschnitt im Chemiepark Marl im Erdboden verlegt. Durch die Rohrleitung sollen Propylen-Transporte in Tanklastwagen über die Straße oder in Kesselwagen auf Schienen ersetzt werden. Die Rohrfernleitung soll später zu einem überregionalen Propylen-Pipeline-Verbund von Rotterdam über Antwerpen bis ins Ruhrgebiet ausgebaut werden.
In dem Planfeststellungsverfahren werden die Interessen von Mensch und Natur abgewogen und die Träger öffentlicher Belange sowie die Öffentlichkeit beteiligt. In das Planfeststellungsverfahren ist eine Umweltverträglichkeitsprüfung integriert. Nach der Auswertung der Reaktionen wird voraussichtlich im September ein Erörterungstermin stattfinden.
Propylen ist ein Rohstoff, der zur Herstellung von Kunststoffen beispielsweise für Haushaltsgegenstände, Verpackungsmaterialien und Automobilteile benötigt wird.
20.04.2005

