Sie sind hier:
Stiftung fördert neue Wege zum kooperativen Naturschutz
Gemeinsame Presseinformation des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes und der Bezirksregierung Münster
Bildunterzeile:
Regierungspräsident Dr. Jörg Twenhöven (r) überreicht Franz-Josef Möllers (Mitte), Präsident des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes im Beisein von Werner Gehring, Hauptgeschäftsführer des WLV, die Anerkennungsurkunde.
Stiftung fördert neue Wege zum kooperativen Naturschutz: Regierungspräsident überreicht Anerkennungsurkunde
Münster. Regierungspräsident Dr. Jörg Twenhöven hat heute (18. November) dem Präsidenten des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes (WLV), Franz-Josef Möllers, die Urkunde über die staatliche Anerkennung für die "Stiftung Westfälische Kulturlandschaft" überreicht.
"Neben wertvollen landwirtschaftlichen Produktionsflächen bietet die Kulturlandschaft eine Vielfalt an Flora und Fauna", so Twenhöven bei der Urkundenübergabe. "Die Stiftung macht den Weg frei für neue Wege im kooperativen Naturschutz und wird ein verlässlicher Partner für Landwirtschaft, Kommunen und Landkreise sein, um den sorgsamen Umgang mit der Natur zu gewährleisten."
Satzungsgemäßer Zweck der vom WLV ins Leben gerufenen Stiftung ist die Förderung des Natur- und Landschaftsschutzes, der Eigenart, Vielfalt und Schönheit der bäuerlich geprägten Kulturlandschaft sowie der Biotop- und Artenvielfalt in Westfalen-Lippe. Hierbei soll die Neugründung helfen, in ganz Westfalen-Lippe ein System des Flächenmanagements mit zu initiieren, das dem Naturschutz und den wirtschaftenden Landwirten, aber auch Kommunen und öffentlichen Bauträgern hilft.
"Durch den Verkehrswegebau, die Ausweisung neuer Wohn- und Gewerbegebiete sowie die damit verbundenen, gesetzlich vorgeschriebenen Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen verlieren wir jeden Tag Flächen für die landwirtschaftliche Nutzung. Diese Flächenverluste und die bisher häufig nach dem Zufallsprinzip erfolgende Ausweisung von Ersatzflächen sind für viele Betriebe eine schwere Belastung. Wir haben jetzt die große Chance, den erforderlichen ökologischen Ausgleich unter Einbindung der betroffenen Landwirte vor Ort und gleichzeitig enger Zusammenarbeit mit den Behörden zu erreichen. Damit dürften viele dieser Verfahren künftig wesentlich konfliktärmer und schneller umsetzbar sein, als dies bisher der Fall war", sagte Möllers.
Die Stiftung Westfälische Kulturlandschaft wird über einen Vorstand und ein Kuratorium verfügen. Mitglieder des Vorstands sind WLV-Präsident Franz-Josef Möllers, der Direktor der Landwirtschaftskammer Westfalen-Lippe, Ludwig Hanebrink, sowie Prof. Dr. Hans-Ulrich Hensche, Dekan des Fachbereichs Agrarwirtschaft der Fachhochschule Südwestfalen in Soest. Der Vorstand wird in seiner Arbeit begleitet durch ein Stiftungskuratorium, das sich aus Vertretern der Landwirtschaft, des Naturschutzes, der Wissenschaft, der Verbände und der Kommunalverwaltungen zusammensetzt.
Die Stiftung ist mit einem Anfangsvermögen von 50.000 Euro ausgestattet, das in seinem Wert in voller Höhe erhalten bleiben muss. Das Vermögen kann durch Zustiftungen Dritter erhöht werden.
Im Bereich der Stadt Münster ist es die 135. Stiftung und im Regierungsbezirk die 341.
18.11.2005

