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Bei "Felix" funkt´s jetzt noch besser
Bildbeschreibung:
Ludwig Austermann, (rechts stehend) erklärt RegierungsvizepräsidentAlfred Wirtz (mitte) und Abteilungdirektor Hans-Jürgen Hagemann (links) die neue Technik der Leitstelle "Felix" am Arbeitsplatz von Tobias Kievel.
Leitstelle der Bezirksregierung Münster ist umgezogen und hat eine moderne Technik bekommen / Ständiger Kontakt zu allen Polizei-Leitstellen im Bezirk und zum Innenministerium / Einsatzzentrale für die Autobahnpolizei
Münster. Bildschirme, Computer, höhenverstellbare Arbeitstische und Mikrofone: Die neue Ausstattung ist schlicht, aber effektiv. Als letzte Organisationseinheit ist Ende dieser Woche die Leitstelle "Felix" aus dem alten Gebäude der Bezirksregierung am münsterschen Domplatz in ihr Übergangsquartier an der Windthorststraße gezogen. Regierungsvizepräsident Alfred Wirtz hat heute (Freitag, 17. Juni) dem Lagezentrum im NRW-Innenministerium die Einsatzbereitschaft von "Felix neu" gemeldet.
In einem Jahr, wenn der Hauptsitz der Regierung saniert ist, ziehen die Beamten samt ihrer Technik zurück zum Domplatz. Die Bezirksregierung hat die Gelegenheit genutzt, die Funkleitstelle auf den neusten Stand zu bringen. Für rund 400.000 Euro hat sie dem Polizeipräsidium Bonn die nagelneue, aber zu klein geplante Leitstellen-Technik der französischen Firma Thales abgekauft. Die Firma hat unter anderem die über 1000 Pariser Busse sowie die beiden Flughäfen Orly und Charles de Gaulles mit Sicherheits-Systemen ausgestattet.
" 'Felix' arbeitet weitgehend im Verborgenen. Dies wird auch in Zukunft so bleiben. Doch für die öffentliche Sicherheit im Bezirk ist die Leitstelle unersetzlich", so Wirtz. In "Felix" laufen alle Polizei-Kanäle des Bezirkes zusammen, es besteht ständiger Kontakt mit dem Lagenzentrum des Innenministeriums, die Beamten an den Mikros steuern die Autobahnpolizei über das mehr als 300 Kilometer lange Schnellstraßen-Netz des Bezirkes. Überdies ist Felix die erste Regierungsstelle, die bei großen wie kleinen Katastrophen im Bezirk benachrichtigt wird. Seien es der verstärkte Ausbruch von meldepflichtigen Krankheiten, Problemen im Luftverkehr, Tierseuchen oder Problemen im Bereich Feuerschutz und Rettungswesen.
In einigen Wochen wird der große "Felix" noch einen kleinen Bruder bekommen: Dann nimmt der neu gegründete Krisenstab der Bezirksregierung seine Arbeit auf - und kann auf zwei Funkplätze zurückgreifen, die die gleiche Hintergrundtechnik nutzen.
Stichwort: Leitstellen-Technik
Vorbereitung für den Digitalfunk und Internet-Telefonie (Voice over IP), eine sichere Notstromversorgung – das System der Firma Thales ist zurzeit das Modernste, was der europäische Markt bietet. An vier Plätzen haben die Beamten alle Funk- und Polizei-Systeme zur Verfügung, die sie für ihre tägliche Arbeit benötigen. Dies ist vor allem das Einsatzleit-System Cebius, mit dem die Mitarbeiter die Einsätze der Autobahnpolizei koordinieren. Die komplette Anlage hat eine Notstromversorgung, der dienstliche Sprechverkehr kann komplett digital aufgezeichnet werden. Acht Wochen lang haben Techniker der Bezirksregierung benötigt, um die aufwändige Technik zu installieren. Von außen sieht man übrigens fast nichts: Die zwei kleinen Antennen auf dem Dach des Hochhauses an der Windthorststraße sind von der Straße aus kaum zu erkennen.
17.06.2005

