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1,3 Millionen Euro mehr für den Steuerzahler: Preisprüfer der Bezirksregierung Münster erfolgreich

Münster. Einsparungen in Höhe von 1,3 Millionen Euro konnten im Jahr 2004 Bund, Länder und Kommunen auf ihrer Habenseite verbuchen, nachdem Preisprüfer der Bezirksregierung Münster öffentliche Aufträge überprüft haben. Sie kontrollierten 75 Verträge mit einem Gesamtvolumen von 20 Millionen Euro insbesondere darauf, ob die verlangten Preise dem allgemeinen Preisrecht entsprechen.

Was darf ein Sattelanhänger mit elektronischer Zwangslenkung kosten oder die Entwicklung eines Schlauchrelining-Verfahrens mit Hausschlussherstellung, das für die Sanierung von Abwasserkanälen notwendig ist? Mit diesen Fragen beschäftigen sich die Preisprüfer und nehmen dann ihre Arbeit auf, wenn öffentliche Aufträge im Regierungsbezirk Münster vergeben wurden und so speziell sind, dass eine Ausschreibung keinen Sinn gemacht hätte. Sie nehmen die Firmen gründlich unter die Lupe und arbeiten sich tief in deren Kalkulation ein. Durch die Kontrolle von Stundensätzen, das Ermitteln der Gemeinkosten, wie Verwaltungs- und Vertriebskosten, und das Aussondern von Kosten, die nicht zum Auftrag gehören, waren nach 22 beanstandeten Prüfungen im vergangenen Jahr Rückforderungen in Höhe von 1.307.111 Euro möglich.

Im Jahr 2003 wurden bundesweit bei beanstandeten 795 Aufträgen 42.368.161 Euro zurückgefordert.

17.02.2005

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