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Polizei legt 37 Transporte auf Autobahn 1 still
Bilanz der Großkontrolle auf der Hansalinie bei Münster
Münster. Innerhalb von sechs Stunden hat die Autobahnpolizei der Bezirksregierung Münster 37 Großraum- und Schwertransporte sowie normale Lastwagen stillgelegt. Das ist das Ergebnis einer Großkontrolle mit über 130 Beamten, die in der Nacht vom 15. auf den 16. November an der Autobahn 1 bei Münster stattfand.
Die stillgelegten Fahrzeuge waren größtenteils überladen oder es fehlten die notwendigen Genehmigungen. So hatte ein Lastwagen, der Rotoren für Windkraftanlagen transportierte, keine Ausnahmegenehmigung beantragt. Der Fahrer musste seinen Transport an Ort und Stelle abbrechen. Erst durch die Amtshilfe des Verkehrsdezernates der Bezirksregierung durfte er weiterfahren: Der Sachbearbeiter der Bezirksregierung erstellte unbürokratisch eine Ausnahmegenehmigung. Pech hatte dagegen ein privater Spediteur, der Panzer transportierte. Er durfte seine Fahrt nicht fortsetzen, weil die Kettenfahrzeuge breiter waren als zulässig. Einen Fahrer schickte die Polizei sofort ins Bett, weil er seit 30 Stunden ununterbrochen am Lenkrad gesessen hatte. Zwei Lastwagen mit ätzenden Chemikalien an Bord legte die Polizei still, weil das Ladegut nicht gesichert war und jederzeit hätte auf die Fahrbahn fallen können. Dies konnte dem Fahrer eines anderen Transporters nicht mehr passieren: Die Polizei stellte fest, dass die geladene Windkraftanlage viel zu schwer für sein Fahrzeug waren. Er wird sie heute (16. November) mit einem Autokran auf einen anderen Transporter umladen müssen.
Hier die Gesamtzahlen:
- insgesamt kontrollierte Fahrzeuge: 96
- beanstandete Fahrzeuge: 76
- stillgelegte Fahrzeuge: 37
Resümee des Einsatzleiters Paul Albers: "Die Erfahrungen, die unsere Kollegen in anderen Bundesländern bei ähnlichen Kontrollen gewonnen haben, haben sich bei uns leider bestätigt. Die Zahlen der heutigen Kontrolle zeigen, dass sich die Polizei verstärkt um diese Spezialtransporte kümmern muss. Und das werden wir auch tun."
16.11.2005

