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Bewährungsprobe für den Krisenstab
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Der Krisenstab hält eine Lagebesprechung ab. Download |
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Regierungsvizepräsident Alfred Wirtz (rechts) hat heute den Krisenstab zum Weltjugendtag einberufen. Download |
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Münster. 170 Rettungskräfte aus dem Münsterland sind zurzeit auf dem Weg zum Weltjugendtag in Köln. Dort sind sie für das Wohlergehen von 250.000 Menschen auf einer Fläche von 144.000 Quadratmetern verantwortlich. Die Organisatoren des Weltjugendtages hatten den münsterschen Kräften diesen Bereich auf dem Kölner Marienfeld zugewiesen. Die Retter bauen dort eine Behandlungsstation auf, die im Notfall bis zu 50 Verletzte gleichzeitig versorgen kann.
Um diese Rettungskräfte zu koordinieren hat die Bezirkregierung Münster ihren Krisenstab unter der Leitung von Regierungsvizepräsident Alfred Wirtz einberufen, der ab sofort und bis Sonntag rund um die Uhr besetzt und einsatzfähig ist. Kommt es auf dem Marienfeld zu einem Zwischenfall, steuert der Krisenstab die münsterschen Einsatzkräfte und organisiert bei Bedarf Verstärkung aus dem Bezirk. Der Krisenstab wurde bereits Mitte April eingerichtet, um auf Zwischenfälle im eigenen Regierungsbezirk zu reagieren. Die Koordination der Behörden durch die Bezirksregierung Münster begünstigt schnelles Handeln und hilft somit, Menschenleben zu retten. So wurde der Krisenstab bereits bei vielen Zwischenfällen aktiv, wie etwa dem Brand Bergwerk Prosper in Bottrop, bei der Explosion eines Chemie-Labors in Castrop-Rauxel oder mehreren Bränden im Münsterland. Der Krisenstab schaltet sich immer ein, wenn ein Zwischenfall nicht allein in den Tätigkeitsbereich der Polizei fällt und überregionale Auswirkungen hat – was beim Weltjugendtag mit der geschätzten Besucherzahl von einer Million Menschen der Fall sein könnte.
Ständige Mitglieder im Krisenstab sind Vertreter vieler Ämter und Dezernate aus den Bereichen Gesundheit, Umwelt, Sicherheit, Katastrophenschutz und Soziales, sowie ein Verbindungsbeamter zur Polizei. Je nach Art der Krise kommen Fachleute hinzu, die über wichtige Fakten zu der jeweiligen Situation verfügen. Der Krisenstab arbeitet mit den Leitstellen der Kreise und Städte zusammen und steht im Kontakt mit dem Krisenstab des Landes, mit der Bundespolizei und den Hilfsorganisationen. Somit ist ein nahtloses und umfassendes Handeln im Krisenfall garantiert.
16.08.2005



